Gottesdienst zur Amtseinführung Pastor Arnd Pagel übernimmt St. Nikolai zu Bad Essen

Von Cornelia Müller

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Kommen gemeinsam ins Osnabrücker Land: die Ehepartner Birgit und Arnd Pagel (Mitte), hier mit ihrem Sohn Jonas Pagel und seiner Partnerin Alicia Hilken (l.), Mutter Ingrid Pagel und Tochter Anne-Greta Pagel mit Partner Marius Sacher. Foto: Cornelia MüllerKommen gemeinsam ins Osnabrücker Land: die Ehepartner Birgit und Arnd Pagel (Mitte), hier mit ihrem Sohn Jonas Pagel und seiner Partnerin Alicia Hilken (l.), Mutter Ingrid Pagel und Tochter Anne-Greta Pagel mit Partner Marius Sacher. Foto: Cornelia Müller

cor Bad Essen. Die Vakanzzeit an St. Nikolai ist vorbei: Am Sonntag wurde Arnd Pagel als neuer Pastor der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bad Essen eingeführt. Der gebürtige Bremerhavener sieht sich als Teamspieler.

Der Einführungsgottesdienst für den neuen Pastor der St.-Nikolai-Kirchengemeinde hatte – rein terminlich gesehen – starke Konkurrenz. Zeitgleich kickten die deutschen Fußballer gegen Mexiko. Aber während Fußballfans an diesem Tag ein Fiasko erlebten, herrschte in der Nikolaikirche einhellige Freude: Ein Dreivierteljahr nachdem Elfriede Siemens in den Ruhestand verabschiedet worden war, konnte Superintendent Hans Hentschel Arnd Pagel in sein Amt einführen. Als Pastor übernimmt dieser nun die Verantwortung für die Ortsteile Wehrendorf, Eielstädt, Essenerberg und Bad Essen-Mitte.

Der neue Pastor kommt aus dem Norden

Der Neue ist 1963 in Bremerhaven geboren und hat in Münster und Göttingen Theologie studiert. Nach dem Vikariat war er in Jork Kandidat des Predigtamtes und hat sich dann in Bremervörde zwölf Jahre lang eine Pfarrstelle mit seiner Frau Birgit geteilt, die er noch weitere acht Jahre allein innehatte. „Wir waren jetzt 20 Jahre in einer Gemeinde. Der Wechsel ist für uns ein großer Umbruch, aber wir freuen uns sehr und sind gespannt“, sagt Birgit Pagel, die Ende des Monats eine Stelle als Krankenhauspfarrerin in Melle antreten wird.

Den fröhlich-festlichen Einführungsgottesdienst, der von Martin Stindt und dem Nikolaichor musikalisch gestaltet wurde, leitete Pastorin Monika Stallmann. Sie hatte während der vergangenen Monate die Vakanzvertretung übernommen und nutzte die Gelegenheit, um sich bei drei ehemaligen Kirchenvorstandsmitgliedern zu bedanken, auf deren Hilfe sie sich dabei immer habe verlassen können: Martin Schönfelder (42 Jahre im Kirchenvorstand), Elisabeth Paul (18 Jahre) und Rita Fahrenkamp (24 Jahre). „Das kann man nicht bezahlen. Da kann man nur Danke sagen“, so Pastorin Stallmann.

Fußball-Metaphern in Zeiten der Weltmeisterschaft

Bezug nehmend auf Pagels Ordinationsspruch Spr 3,5 mahnte Superintendent Hentschel in seiner Ansprache, Vernunft und Glauben stets im rechten Gleichgewicht zu halten: „Den Glauben kann man nicht gegen den Verstand ausspielen, aber an Wunderkraft ist ihm mehr zuzutrauen als dem Taschenrechner, der eins plus eins immer zwei sein lässt.“

In seiner ersten Predigt als Pastor der Nikolai-Kirchengemeinde kam Pagel noch einmal auf das Thema Fußball zurück: „Der Ball liegt nun im Feld und ich muss ihn aufnehmen“, sagte er. Die neue Mannschaft, mit der er auf dem Platz stehen werde – den neuen Kirchenvorstand –, habe er bereits kennenlernen dürfen. Ihm sei bewusst, dass es noch ein paar Trainingseinheiten dauern werde, um sich aufeinander einzuspielen. Manche Spielzüge würden auf Anhieb gelingen, manche Pässe aber auch zu steil sein. „Ich möchte gemeinsam mit der Mannschaft, zu der ich jetzt gehöre, auf das Feld gehen und das Spiel annehmen. Und wenn es schwerer wird und uns die Luft ausgeht, können wir uns darauf besinnen, dass Gott den unendlich längeren Atem hat.“

Begrüßung durch Bürgermeister und Kirchenvorstand

Offiziell begrüßt wurde Pagel dann noch von Bürgermeister Timo Natemeyer. „Ich habe jetzt zwei Pastoren verabschiedet. Sie bescheren mir endlich das dringend benötigte Erfolgserlebnis, einen Pastor begrüßen zu können“, sagte er. Erna Gottwein-Kohl und Jens Fahrmeyer als Vertreter des Kirchenvorstands überreichten Pagel Bad Essener Mehl und Salz und eine Bad-Essen-Rose. Sie rieten dem Neuen, doch möglichst bald Platt zu lernen. „Ich glaube, wir werden uns hier wohlfühlen können“, lautete Arnd Pagels Reaktion nach dem herzlichen Empfang, den die Bad Essener ihm und seiner Familie bereitet hatten.


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