Projekt mit Kesseböhmer Oberschule Bad Essen ist für das nächste Grillfest gerüstet

Von Andre Partmann

Schüler der Oberschule in Bad Essen haben im Rahmen ihres Wahlpflichtkurses mit Auszubildenden der Firma Kesseböhmer zwei Grills gebaut. Foto: André PartmannSchüler der Oberschule in Bad Essen haben im Rahmen ihres Wahlpflichtkurses mit Auszubildenden der Firma Kesseböhmer zwei Grills gebaut. Foto: André Partmann

Bad Essen. Zwölf Schüler der Oberschule in Bad Essen haben gemeinsam mit Auszubildenden der Firma Kesseböhmer zwei Grills für ihre Schule gebaut.

Das nächste Grillfest kann kommen, zumindest wenn es nach der Oberschule in Bad Essen geht. Denn die Schule wurde jetzt mit zwei modernen Trichtergrills ausgestattet. Und zu verdanken ist das nicht etwa einem externen Grillhersteller, sondern zwölf fleißigen Schülern, die das Projekt „Grill“ im Rahmen eines Wahlpflichtkurses mit Auszubildenden der Firma Kesseböhmer umgesetzt haben.

Wie passend: Die Oberschule in Bad Essen feiert in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen. Und da wird der Grill mit Sicherheit das ein oder andere Mal zum Einsatz kommen, sagte Schulleiter Kurt Rieke am Rande der offiziellen Übergabe des Edelstahlgrills durch Vertreter der Firma Kesseböhmer. Seit über 20 Jahren arbeiten die Schule und das Unternehmen aus Bad Essen-Dahlinghausen eng zusammen. „Im Rahmen eines Wahlpflichtkurses, den wir an unserer Schule anbieten, werden innerhalb einer Woche unterschiedliche Projekte umgesetzt“, so Rieke.

Theoretische Einführung

Viermal für je zweieinhalb Stunden waren die Schüler der Oberschule in der zweiten Maiwoche bei Kesseböhmer. In der Lehrwerkstatt wurden den Schülern von den Ausbildern und Auszubildenden die Grundlagen der Metallverarbeitung gelehrt. „Nach einer ersten theoretischen Einführung haben wir den Schülern die Aufgabe gestellt, einen Metalltraktor zu bauen“, erklärte Holger Meyer, Leiter Gewerbliche Ausbildung bei Kesseböhmer.

Im Anschluss wurde das eigentliche Projekt in Angriff genommen: Die Auszubildenden Kesseböhmers hatten den Grill im Vorfeld konstruiert und sich dabei einige Kniffs ausgedacht. So lässt sich die Fläche des Grills mit einem Handgriff vergrößern. Und auch der Transport wurde dank einiger Umsetzungen erleichtert. Die praktische Umsetzung folgte schließlich in Zusammenarbeit mit den Schülern.

Talent für den Beruf

Seine „Feuertaufe“ hat der Grill schon hinter sich. Dort dankte auch Nils Pehmöller, Personalleiter bei Kesseböhmer, den Schülern für die Teilnahme am Projekt: „Die Umsetzung und Planung sind sehr gelungen“, so Pehmöller. Man habe den Schülern den Spaß im Umgang mit Metall angemerkt – und vielen hätten auch ein Händchen für den Beruf. Der Personalleiter freue sich darauf, wenn er einige Schüler als neue Auszubildende im Betrieb begrüßen könne. Ganz unwahrscheinlich ist das nicht: Einige Bewerbungen von Teilnehmern des Projekts liegen Kesseböhmer bereits vor.

„Die Zusammenarbeit mit Kesseböhmer ist ein Geben und Nehmen“, sagte Rieke. Die Schule profitiert regelmäßig von den Umsetzungen des Wahlpflichtkurses. Demnächst wieder, wenn zur offiziellen Jubiläumsfeier ein ebenfalls von Schülern angefertigter Rahmen mit Wappen übergeben wird. Und auch Kesseböhmer bietet die Kooperation einen Mehrwert, etwa wenn es um das Werben von neuen Auszubildenden geht.

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