Die Wirtschaftswunderjahre Blick in Gästebücher des Schullandheims Barkhausen

Meine Nachrichten

Um das Thema Bad Essen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

1964 fuhren erstmals 64 Schüler der Gaußschule I Bremerhaven und der amerikanischen Elementary School Bremerhaven gemeinsam nach Barkhausen. Foto: Ehlerding Stiftung1964 fuhren erstmals 64 Schüler der Gaußschule I Bremerhaven und der amerikanischen Elementary School Bremerhaven gemeinsam nach Barkhausen. Foto: Ehlerding Stiftung

Barkhausen. Das Schullandheim Barkhausen feiert dieser Tage sein 100-jähriges Bestehen. Es ist seit der Rettung vor dem finanziellen Aus durch die Ehlerding Stiftung im Jahr 2000 zu einem Ort des außerschulischen Lernens, der Persönlichkeitsbildung und der Entspannung geworden. Aufschlussreich ist der Blick in die Gästebücher.

Die ersten 27 Jahre der Einrichtung in der Gemeinde Bad Essen waren wie berichtet geprägt von zwei Weltkriegen. Gerade in diesen schweren Zeiten zeigte sich das Schullandheim Barkhausen immer wieder als ein friedlicher Ort, an dem die jungen Gäste miteinander Zeit verbrachten, über vieles lachten und gemeinsam die Natur entdeckten. Momente, die die Sorgen vergessen ließen.

„Made in Germany“

Es folgten die sogenannten „Wirtschaftswunderjahre“, für welche der VW Käfer ein Symbol ist. Die Industrieproduktion nahm zu und es gab genügend Arbeitsplätze. Die Bundesrepublik wird für viele Investoren aus dem Ausland attraktiv. „Made in Germany“ wird zum Qualitätsmerkmal. Viele fröhliche Einträge in den Gästebüchern dieser Jahre spiegeln denn auch diese positive Stimmung wider.

Und international wurde es schon sehr früh in Barkhausen: Im April/Mai 1963 war das Schullandheim Barkhausen Begegnungsstätte für die 10. Realschulklasse der Wilhelm-Raabe-Schule Bremerhaven und 19 Schüler verschiedener Klassen der American High School Bremerhaven. Im Juni 1964 fuhren erstmals 64 Schüler der Gaußschule I Bremerhaven und der amerikanischen Elementary School Bremerhaven zusammen für 14 Tage ins Barkhausener Heim.

Amerikanische Schüler

Für die amerikanischen Schüler war Deutschland vorübergehend ihre Heimat, da die Eltern in Bremerhaven stationiert waren. Das Schullandheim schaffte eine wunderbare Plattform für den Austausch unterschiedlicher Kulturen. Ob Sportarten, Gesangskultur oder unterschiedlichen Ernährungsvorstellungen – es gab viel neu zu entdecken.

So ganz nebenbei lernten die Jugendlichen spielerisch die Sprache der neu gewonnenen Freunde. Freundschaften, die übrigens zum Teil bis heute Bestand haben. Der ein oder andere Facebook-Eintrag aus Amerika zeigt: Barkhausen wurde nie vergessen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN