Jürgen Frieler und die Ippenburg Ein Mann der ersten Stunde in Lockhausen

Von Christa Bechtel

Meine Nachrichten

Um das Thema Bad Essen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Seit 1998 sitzt Lockhausens früherer Ortsbürgermeister Jürgen Frieler während der Ippenburger Festivals in der Besuherinformation.  Archivfoto: Christa BechtelSeit 1998 sitzt Lockhausens früherer Ortsbürgermeister Jürgen Frieler während der Ippenburger Festivals in der Besuherinformation. Archivfoto: Christa Bechtel

Lockhausen. „Ich habe meine Kindheit bereits auf Schloss Ippenburg mit spielen verbracht. Das war unsere Spielwiese – im Winter genauso wie im Sommer“, sagt Jürgen Frieler. Er ist seit 1998 bei den Ippenburger Festivals aktiv.

Als er 1998 hörte, dass Viktoria Freifrau von dem Bussche zum ersten Schloss- und Gartenfestival einladen würde, war sich der damalige Ortsbürgermeister von Lockhausen sogleich sicher: Da musst du dabei sein, du musst deine Ortschaft gut darstellen.“

In den vergangenen 20 Jahren hat er das mit Leib und Seele, aber auch mit ganz viel Herzblut getan. Schon früh habe ihn die Freifrau gefragt, ob er mithelfen würde. „Ich habe mir damals gleich vorgestellt, dass dadurch der Name ‚Bad Essen‘ bekannter wird. Genauso war es auch. Wenn man später irgendwelche Leute getroffen hat, kannten die gleich Schloss Ippenburg, Bad Essen nicht unbedingt“, erzählt Frieler.

Mit Spannung gewartet

„Wir haben damals mit Spannung darauf gewartet, wie viele Leute wohl kommen würden“, erinnert sich Frieler an das erste Festival, der freudig ergänzt: „Da sind wir so überrascht gewesen. Das hat Mut gemacht, die ganze Sache fortzusetzen.“ Für ihn sei die erste Auflage die Schönste gewesen. „Weil alles neu war; Neuland für mich und die vielen Menschen, die da untergekommen sind, die Kontakte und man kannte auch viele“, schwärmt der frühere Ortsbürgermeister.

Freiwillige Feuerwehren

Was bedeutete dieses Festival für die Ortschaft Lockhausen? „Es hat lange gedauert, bis sich die Anwohner am Verkehrsaufkommen gewöhnt haben. Es hat auch lange gedauert, bis man die vernünftigste Lösung fand, eine Zu- und Abfahrt zu schaffen. Wir haben in jedem Jahr irgendetwas Neues gebracht. Das fing mit der Anfahrt an, als man von Besuchern hörte: ‚Ich habe von Dortmund bis zur Leckermühle nicht so lange gebraucht, wie die sieben Kilometer nach Ippenburg‘.“ Dank der Zusammenarbeit mit den Freiwilligen Feuerwehren, der Familie von dem Bussche, der Polizei und dem Ordnungsamt Bad Essen habe man es hinbekommen, so der Lockhauser.

Vielfältige Aufgaben

„Es waren vielfältige Aufgaben. Aber das Hauptproblem, was wir gesehen haben und was man auch erkannt hat: Dass jemand in die Information musste, der hiesig ist, der alle Leute kennt. Auch alle Einrichtungen oder Personen, auf die es ankommt, wenn man sie mal braucht – vom Schlosser oder beim Geschäft, ob wir da noch Papier bekommen“, schildert Frieler, den man seit 1998 jeweils am Stand der Information antrifft.

Doch eigentlich ist er auch der „Junge für alles“, „da ein unwahrscheinliches Vertrauen da ist“, betont der engagierte Helfer, der schon mal das Fernsehen begleitete oder zur Kürbismeisterschaft die Moderation übernahm. Durch seine Tätigkeit als früherer Polizeibeamter habe er ebenso die Vorauskommandos oder den Begleitschutz beispielsweise bei Ministerbesuchen gekannt. „Anlaufpunkt war und ist immer bei uns“, blickt er auf die Information.

Turnschuhe und Rucksack

Besonders haften geblieben ist bei ihm, wenn zum Beispiel das Fernsehen kam oder die Händler. „Man gehört einfach zur Familie dazu“, freut sich Jürgen Frieler, dem früher besonders der „Hütetag“, der Donnerstag, bei den Festivals gefiel. „Anfangs waren die Besucher sehr stilgerecht angezogen. Aber dann kam der große Umbruch, dass die Leute mit Turnschuhen und Rucksack kamen. Und es kamen immer mehr Kinder, woraufhin Viktoria von dem Bussche ein spezielles Kinderprogramm anbot“, berichtet Frieler.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN