Konzert im Jugendtreff Trio Wenn sich Rockbands in Bad Essen austoben können

Von Tim Henrichs

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Die Basement Apes auf der Bühne. Von links: Gitarrist Andy, Bassist Patrick, Sänger Jan, Schlagzeuger Marc und Gitarrist Rico. Foto: Tim HenrichsDie Basement Apes auf der Bühne. Von links: Gitarrist Andy, Bassist Patrick, Sänger Jan, Schlagzeuger Marc und Gitarrist Rico. Foto: Tim Henrichs

Bad Essen. Kaum drang der Sound des ersten Power Chords durch die Röhrenverstärker der Basement Apes, wusste das Publikum schon Bescheid: Leise und seicht würde es an diesem Abend im Trio an der Schulallee in Bad Essen nicht werden.

„Wir freuen uns, wieder hier zu sein und ohne Einschränkung das zu spielen, worauf wir Bock haben“, macht Frontmann Jan in seiner ersten Ansage klar. Die knapp 70 Zuschauer im Jugendtreff bemerkten direkt beim Opener „Are you ready“ eine positive Nebenwirkung von der Musik der Basement Apes: Sie verbreitet gute Laune, ähnlich wie die ersten warmen Tage des Frühlings.

Spektakuläre Soloeinlagen

Warm wurde es auch schnell im TriO. Nach kurzer Zeit stand kein Fuß mehr still, denn die Rhythmusfraktion der Basement Apes spielte die Lieder stringent auf den Punkt. Das gab insbesondere den beiden Gitarristen Andy und Rico genügend Raum, um spektakuläre Soloeinlagen auf ihre Griffbretter zu zaubern. Trotz der virtuosen Gitarristen verpassten die Bandmitglieder keinen Einsatz, sie alle sind seit Jahren eingespielt. „Wir haben unsere Momente, wo wir uns angucken – und dann wissen wir schon Bescheid, wann wir einsetzen müssen“, erklärt Bassist Patrick ihre Vorgehensweise. Das Publikum konnte nicht genug bekommen vom Rocksound der Basement Apes - und forderte Zugaben. Die ließ nicht lange auf sich warten.

Zwei Gitarristen, ein Bassist, ein Schlagzeuger und ein Sänger. Die Bandbesetzung von The Travelling Stone (TTS) unterscheidet sich zwar nicht von der der Basement Apes, ihre Musik hingegen schon. In ihren Songs finden sich weitaus mehr ruhige Passagen und Popelemente wieder. Diese musikalischen „Verschnaufpausen“ brauchten die Zuschauer – nach einer Stunde voller Energie bei vorherigen Act.

Haargenaue Phrasierung

Durch einen hervorragenden, abwechslungsreichen Songaufbau schaffte es TTS dennoch regelmäßig, die Zuschauer zu begeistern. Ihnen selbst hilft das auch. „Die Stimmung war super. Dann macht es uns umso mehr Spaß auf der Bühne“, so Bassist Felix. Zusammen mit den beiden Gitarristen Jannik und Ben bildete er das Saitentrio von The Travelling Stone. Jannik und Ben teilten sich die Gitarrensoli fair auf. Jeder bekam seine „Time to shine“. So virtuos und ausufernd wie die Soli der Basement Apes sollten ihre nicht sein. Das Hauptaugenmerk lag auf der haargenauen Phrasierung und Pointierung des Solos. Der Zuschauer bekam genau zu hören, wann die Klimax des Songs erreicht war.

Ein Gänsehautmoment

Auch bei TTS zögerte das Publikum nicht, Zugaben zu fordern. Mit „Old white scruffy Bones“ hatte sich die Bad Essener Band ihren bekanntesten Song bis zum Schluss aufgespart. Beinahe jeder im Publikum sang kräftig beim Refrain und der Bridge mit. Für Sänger Maxi immer ein Highlight: „Das ist einfach so ein Gänsehautmoment, wenn jeder den Song mitsingt.“

Dass es auch eine 18. Ausgabe vom INI:Rock geben wird, stand für die beteiligten Mitglieder der Musikinitiativeaußer Frage, nachdem das 17. INI:Rock Zuschauer und Verantwortliche gleichermaßen begeisterte.


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