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Dank an Frieler und Kollegen Kompletter Gemeinderat erhob sich

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as Rabber. Es war ein bewegender Moment: Der gesamte Bad Essener Gemeinderat erhob sich und spendete Jürgen Frieler Beifall. Dem langjährigen Ratsvorsitzenden, der sich zuvor mit einer kurzen Ansprache verabschiedet hatte, wurde so demonstrativ über alle Parteigrenzen hinweg Respekt und Anerkennung zuteil.

Bad Essens Bürgermeister Günter Harmeyer verabschiedete die ausgeschiedenen Ratsmitglieder in der konstituierenden Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus Rabber. Er unterstrich, das Fundament kommunalpolitischer Arbeit sei unverändert das ehrenamtliche Engagement: „Ohne diese breite Basis wäre ein Funktionieren unserer demokratisch geprägten Gesellschaft nicht möglich.“

Das Engagement im kommunalpolitischen Bereich sei in den vergangenen Jahren immer vielschichtiger geworden. Die Behandlung von Sachthemen, die Umsetzung von schwierigen und unpopulären Entscheidungen und Ansprechpartner der Bürger zu sein, das alles setze Engagement voraus. Wenn dieses Engagement über Jahre und Jahrzehnte anhalte, dann sei dies eine Erwähnung und Ehrung wert, so Harmeyer.

Insgesamt schieden 13 gewählte Vertreter aus: Willy Albertmelcher (20 Jahren im Gemeinderat und Ortsvorsteher in Hördinghausen), Hans-Dieter Bickmann (15 Jahre im Gemeinderat, 20 Jahre Ortsrat Bad Essen), Olaf Behring (2 Jahre Gemeinderat, 5 Jahre Ortsrat Wittlage), Hans Brokamp (15 Jahre Gemeinderat und Ortsvorsteher in Linne), Dr. Jochen Busse (5 Jahre Gemeinderat und Ortsrat Bad Essen), Jürgen Emptmeyer (15 Jahre Gemeinderat, 30 Jahre Ortsrat Bad Essen), Carsten Fricke (5 Jahre Gemeinderat und Ortsrat Wimmer), Guido Kipsieker (10 Jahre Gemeinderat und Ortsrat Wehrendorf), Thomas Kopetzki (5 jahre Gemeinderat, 4 Jahre Ortsvorsteher Dahlinghausen), Elke Ratzkowski (5 Jahre Gemeunderat und 10 Jahre Ortsbürgermeisterin in Hüsede), Wolfgang Vehring (15 Jahre Gemeinderat, 20 Jahre Ortsrat Rabber, davon 15 Jahre Ortsbürgermeister), Peter Turks (ein Jahr Gemeinderat und drei Jahre Ortsrat Bad Essen).

Stellvertretend für alle ausgeschiedenen Ratsmitglieder erwähnte Bürgermeister Harmeyer besonders Jürgen Frieler, der sich insgesamt 15 Jahre im Ortsrat Lockhausen und als dortiger Ortsbürgermeister engagiert hat, zudem zehn Jahre lang im Gemeinderat, hier auch als Ratsvorsitzender. Harmeyer: „Wir alle haben Jürgen Frieler in dieser Zeit in seiner unnachahmlichen Art erlebt und schätzen gelernt. Er hat sich mit seiner Aufgabe als Ratsvorsitzender identifiziert. Seine Art Ratssitzungen objektiv, gerecht und diszipliniert zu leiten hat dazu beigetragen, dass im Gemeinderat der abgelaufenen Legislaturperiode die sachliche Zusammenarbeit im Vordergrund stand. Dafür möchte ich im Namen des Rates und der Gemeinde sehr herzlich danken und besondere Anerkennung aussprechen.“

Daraufhin gab es Beifall von allen Ratsmitgliedern. Jürgen Frieler dankte, sichtlich bewegt, und unterstrich dabei, dass Kommunalpolitiker „bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und Freizeit zu opfern“.

Jeder, der sich ehrenamtlich engagiere, verdiene Respekt. Auch Ratsmitglieder als gewählte Vertreter der Bürgerinnen und Bürger verdienten Achtung und Respekt.

Frieler dankte in seiner kurzen Abschiedsrede für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit über viele Jahre hinweg und wünschte auch weiterhin erfolgreiches Arbeiten im Interesse unserer Gemeinde Bad Essen und der Menschen, die hier zu Hause sind. Bohmtes Bürgermeister Klaus Goedejohann als stellvertretender Vorsitzender des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes, Kreisverband Osnabrück, ehrte dann noch sechs Personen, die seit mindestens 20 Jahren kommunalpolitisch engagiert sind und in dieser Zeit immer wieder das Vertrauen der Wähler erhielten: Jürgen Emptmeyer (Essenerberg), Willy Albertmelcher (Hördinghausen), Siegfried Lippert (Lockhausen), Hans-Dieter Bickmann (Bad Essen), Dr. Joachim Lücht (Bad Essen) und Wolfgang Vehring (Rabber).

Goedejohann sprach die Anerkennung und den Dank des kommunalen Spitzenverbandes aus. Gleichzeitig hob er hervor, wie wichtig es sei, „dass alle Ratskolleginnen und Ratskollegen bei allen Unterschieden in der Sache respektvoll und offen miteinander umgehen“. Wer das nicht tue, der müsse sich über Politikverdrossenheit nicht wundern.


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