Zwischenbilanz des DRK Bad Essen Zur Einweihung des DRK-Sozialzentrums kommt Rudolf Seiters nach Wittlage

Von Karin Kemper


Wittlage. „Am 6. August erfolgt die Endreinigung des Gebäudes“, sagte Günter Harmeyer, der 2. Vorsitzende des DRK-Ortsvereins, der gleichzeitig Bauleiter ist, während der Mitgliederversammlung im DRK-Gebäude an der Lindenstraße in Wittlage. Einweihungstermin des DRK-Sozialzentrums ist der 15. September 2018.

Von diesem Termin können die Verantwortlichen des DRK nicht mehr abrücken. Ein entscheidender Grund: Rudolf Seiters, der langjährige Bundesvorsitzende des DRK, der aus Bohmte stammt, hat die Einladung angenommen. Harmeyer: „Das Datum ist festgeklopft, da Rudolf Seiters zugesagt hat.“

Josef Hoffschröer, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins, unterstrich in der Versammlung, dass das Deutsche Rote Kreuz mit dem Umzug an die Lindenstraße im Zentrum von Bad Essen angekommen ist. Er fügte hinzu: „Es gilt, das Sozialzentrum mit Leben zu füllen. Auf der grünen Wiese würde das nicht funktionieren.“ Angedacht sei, eine Suppenküche anzubieten als Ergänzung bestehender Angebote – nicht als Konkurrenz.

Vorstandswahl

Zur Versammlung gehörten auch Vorstandswahlen, die allesamt einstimmig erfolgten. Vorsitzender bleibt Josef Hoffschröer, 2. Vorsitzender Günter Harmeyer. Neuer Schriftführer ist Ingo Steinert, der das Amt von Elke Windhorst übernimmt. Kassenführerin ist weiterhin Andrea Wobig. Sie bilden den geschäftsführenden Vorstand, der ergänzt wird durch Christa Warning (Frauensozialgruppe Rabber-Lintorf), Waltraud Kuse (Frauensozialgruppe Bad Essen), Udo Schink (Leiter der DRK-Bereitschaft) und Friederike Reinecke (Jugendrotkreuz).

Hoffschröer machte deutlich, dass Ortsvereins Bad Essen und Kreisverband Wittlage zwar im selben Gebäude beheimatet seien, aber jeder seine Identität behalten solle. Schatzmeisterin Andrea Wobig machte bei der Erläuterung des Zahlenwerks deutlich: „Sanitätsdienste und Blutspende sind wichtige Einnahmequellen, ohne diese ehrenamtliche Arbeit könnte der Verein nicht funktionieren.“ Hoffschröer: „Es wird alles freiwillig und ehrenamtlich in der Freizeit für die Bürger erbracht.“

Im Oktober 2104 fing alles an

Günter Harmeyer erinnerte bei seinem Bericht über die Fortschritte des zweiten Bauabschnitts des DRK-Sozialzentrums. Er erinnerte an die Versammlung im Oktober 2014, als im Gasthaus Tönsmeyer erstmals die Idee vorgestellt wurde, dass die Immobilie des Wasserverbandes, der inzwischen nach Rabber umgezogen ist, erworben werden und als Sozialzentrum für die ganze Gemeinde eingerichtet werden könne. „Dass wir jetzt soweit sind, war ein Kraftakt sondergleichen“, hieß es weiter.

Weitere Mittel der Gemeinde

Ein entscheidender Punkt war und sind die Finanzen. Neben dem Kaufpreis steht eine Investitionssumme vom 717.000 Euro, die es zu finanzieren gilt, zu Buche. Verzögerungen seien entstanden, weil eine Förderungszusage über 200.000 Euro zwar erfolgte, aber der schriftliche Bescheid auf sich warten ließ. Harmeyer: „Durch die Kostensteigerungen reichten die 200.000 Euro der Gemeinde Bad Essen, Spende und Rücklagen nicht, den Rest abzudecken.“ Dank einer weiteren Förderung durch die Kommune über 65.000 Euro („Das ist ein richtig stolzer Betrag“), die der Rat im März beschlossen hat, steht die Finanzierung. Hoffschröer: „Wir stehen in der Verpflichtung, etwas von hoher Wertigkeit für die ganze Gemeinde aufzubauen.“

Ein wichtiger Bestandteil ist der Mehrzweckraum mit einer Fläche von rund 125 Quadratmetern, einem eigenen barrierefreien Eingang und einer Küche. Dieser Raum soll für DRK-Termine wie die Blutspende oder Ausbildungen ebenso zur Verfügung stehen wie für kommunale Veranstaltungen und als Ersatz für das Dorfgemeinschaftshaus, das eine Gruppe des Kindergartens Wittlage beherbergt.

Regionalarchiv

Boxen für Rettungswagen und DRK-Fahrzeuge stehen ebenso zur Verfügung, wie Räume für das Jugendrotkreuz und die verschiedenen Fachbereiche. Und auch die Frage, was mit dem 2. Obergeschoss geschehen soll, ist geklärt. Dort baut die Kommunale Gemeinschaft Wittlage ein Regionalarchiv für die drei Gemeinden des Altkreises Wittlage auf, die auch die Miete tragen.

Zum Start des zweiten Bauabschnitts gehört aktuell die Entsorgung von Asbestplatten. Der Bad Essener Ortsbürgermeister Jens Strebe brachte es in seinem Grußwort auf den Punkt: „Herzlichen Glückwunsch zu dem Mut. Ihr habt euch viel vorgenommen.“