Auf Augenhöhe mit Ehrenamtlichen Premiere: Kirchenkreiskonferenz im Rathaus Bramsche

Meine Nachrichten

Um das Thema Bad Essen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Die Kirchenkreiskonferenz Bramsche tagte an einem für sie ungewöhnlichen Ort: im Rathaus Bramsche. Foto: Mediendienst der Evangelischen Jugend BramscheDie Kirchenkreiskonferenz Bramsche tagte an einem für sie ungewöhnlichen Ort: im Rathaus Bramsche. Foto: Mediendienst der Evangelischen Jugend Bramsche

Altkreis Wittlage/Bramsche. Dort wo normalerweise die Bramscher Politiker ihre Sitzungen abhalten, tagte am Mittwoch der evangelisch-lutherische Kirchenkreis Bramsche, zu dem auch die Gemeinden des Wittlager Landes gehören.

Für die regelmäßig an unterschiedlichen Orten stattfindende Konferenz, hat sich Superintendent Hans Hentschel diesmal einen ganz besondern Ort ausgesucht: das Rathaus Bramsche. „Die parlamentarischen Sitzanordnung fand ich einmal spannend auszuprobieren für unsere Kirchenkreiskonferenz“, so Hentschel. „Es ist gut einmal die gewohnten Kirchenmauern zu verlassen und transparent neue Orte aufzusuchen“, sagte der Superintendent weiter. Die Pastorinnen und Pastoren sowie Diakoninnen und Diakone tagen bei den Konferenzen normalerweise in einem der Gemeindehäuser im Kirchenkreis.

Kirche aktiv gestalten

Zur Eröffnung begrüßte Gastgeber und Bürgermeister Heiner Pahlmann die Hauptamtlichen aus dem Kirchenkreis. Auf der Tagesordnung stand neben einem Rückblick auf die im März stattgefunden Kirchenvorstandswahlen auch das Thema Freiwilligenmanagement. Superintendent Hentschel macht klar: „Wir Hauptamtlichen stehen auf einer Ebene mit den freiwilligen Helfern in unseren Kirchengemeinden, nur in Kombination und auf Augenhöhe können wir Kirche aktiv gestalten.“

Freiwilligenmanagement

Zu diesem Thema referierte Perdita Wünsch, die das Freiwilligenmanagement auf Landeskirchen-Ebene koordiniert. Dieser Begriff wird in der Kirche als Synonym für alle Bestrebungen verstanden, um die Zusammenarbeit mit ehrenamtlich Engagierten optimal zu gestalten – wie etwa die Vereinbarkeit von Arbeit und ehrenamtlichen Tätigkeiten in der Freizeit.

Ins Ehrenamt hineinwachsen

„Wir beobachten einen Strukturwandel. Traditionelle Wege funktionieren nicht mehr, Menschen für ein Ehrenamt zu gewinnen. Während früher Menschen in ehrenamtliche Tätigkeiten quasi hineinwuchsen, wird heute mehr differenziert und reflektiert, ob die übernommenen Aufgabe auch zum eigenen Zeitrahmen, den Lebensbedingungen und der persönlichen Einstellung passt“, sagte Perdita Wünsch aus dem Haus kirchlicher Dienste in Hannover.

Zu Gast war auch Maria Stuckenberg, die das Freiwilligenmanagement in der Stadt Bramsche leitet. Am Mittag endete die Konferenz mit einer Abschlussandacht durch Pastor Arndt-Bernhard Müller. Alle Beteiligten werteten den ungewohnten Ort als spannendes Experiment und vielleicht kommt es bald ein zweites Mal dazu, dass der Kirchenkreis im Rathaussaal tagt.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN