Live-Auktionen mit Dampf „Social Vapers“ unterstützen gemeinnützige Projekte

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1050 Euro haben Marco Thielemann (links) und Sonja Klinke (rechts) von den „Social Vapers“ dem sozialen Projekt „Ein Lächeln für Dich“ in Getmold übergeben. Foto: Social Vapers1050 Euro haben Marco Thielemann (links) und Sonja Klinke (rechts) von den „Social Vapers“ dem sozialen Projekt „Ein Lächeln für Dich“ in Getmold übergeben. Foto: Social Vapers

Bad Essen. Was mit einem losen Austausch auf Facebook begann, mündete in einem Verein, der sozialen Projekten reichlich Spendengelder beschert: Eine Gruppe sogenannter „Dampfer“ veranstaltet im Netz regelmäßig Live-Auktionen für den guten Zweck.

Alle zwei Tage eine Schachtel Zigaretten. Marco Thielemann hatte es satt. Er griff zur E-Zigarette in der Hoffnung, sich das Rauchen langsam abgewöhnen zu können. Aus dem Vorsatz wurde zwar nichts, doch Unterschiede zu früher merkt der Bad Essener trotzdem: Seit er Dampfer ist, hat sich sein Geruchssinn spürbar erholt, sagt er, und mehr Geld würde am Monatsende auch übrig bleiben. „Die E-Zigarette ist die gesündere Alternative zum Rauchen.“ Das belegen laut Marco Thielemann auch bereits viele Studien

3,7 Millionen Konsumenten

Das sogenannte Dampfen, also die elektronische Variante des Glimmstängels, ist nachgefragt. „Man merkt, dass immer mehr Zigaretten-Konsumenten im Dampfen eine Alternative sehen“, sagt Thielemann. Seine Einschätzung deckt sich mit dem, was auch die offiziellen Zahlen untermauern: Rund 3,7 Millionen Konsumenten gab es im vergangenen Jahr in Deutschland. Allein in den letzten fünf Jahren ist die Zahl um zwei Millionen Dampfer gestiegen.

Die zunehmende Popularität der E-Zigarette spiegelt sich auch im Internet wider: Die Dampfer-Community in den sozialen Netzwerken ist mittlerweile riesig. So wird sich auf Facebook in einzelnen Gruppen ausgetauscht und viele Dampfer nutzen die Plattform auch, um einzelne Liquids, den Füllstoff der E-Zigarette, untereinander zu tauschen.

Eine dieser Dampfer-Gruppen ist die „Social Vapers Community“. Mit über 790 Mitgliedern hat sie mittlerweile eine stattliche Größe erreicht. Der Gründer des Vereins, Marco Thielemann hat sie, zusammen mit einem Freund aus Österreich, vor einigen Monaten ins Leben gerufen, um sich mit gleichgesinnten „Vapern“ auszutauschen. Doch das war nicht der einzige Ansatz: „Es sollten Dampfer begeistert werden, die sich neben dem Austausch auch sozial engagieren wollen“, berichtet der Bad Essener.

Live-Auktionen

Innerhalb weniger Monate ist die Gruppe deutlich gewachsen. Zwar konnte der Verein bereits drei Großhändler und Hersteller aus Deutschland für ein Sponsoring gewinnen, doch auch zukünftig sind sie auf die Unterstützung von weiteren Unternehmen und Privatpersonen angewiesen. Um regelmäßige Spendenauktionen veranstalten zu können, bedarf es eine Großzahl an Sachspenden in Form von Hardware für E-Zigaretten, Liquids, T-Shirts und Werbeartikel. Sonja Klinke, die Partnerin von Thielemann und 2. Vorsitzende des Vereins, investiert viel Zeit in die Sponsorengespräche.

Thielemann preist, mit einem weiteren Mit-Auktionator, die Artikel in der Facebook-Gruppe dann an: „Die User können, während wir die Produkte im Livestream vorstellen, in den Kommentaren ihre Gebote abgeben.“ Die einzelnen Auktionen haben so bislang Erlöse von jeweils mehreren hundert Euro eingebracht. Die Transparenz ist dem Verein sehr wichtig, daher gibt es auf der Vereinsseite stets eine Zusammenfassung über die Spendenprojekte und deren Übergaben.

Vereinsitz in Bad Essen

Aus der Facebook-Gruppe ist mittlerweile ein gemeinnütziger Verein mit Mitgliedern in Deutschland und Österreich geworden. Am Dienstag bekamen Thielemann und Klinke die Bescheinigung vom zuständigen Amtsgericht Osnabrück überreicht, als Vereinssitz ist Bad Essen angegeben. Die Eintragung im Vereinsregister hat steuerliche Hintergründe: „Unabhängig davon, ob mit den Erlösen der Auktionen soziale Projekte unterstützt werden sollen, müssen Steuern abgeführt werden“, sagt Thielemann.

Insgesamt drei große Spendenprojekte haben die „Social Vapers“ bislang unterstützt. Am Samstag haben die Dampfer 1050 Euro an das soziale Projekt „Ein Lächeln für Dich“ in Getmold übergeben. Dieses wurde von Frank und Nicole Pape ins Leben gerufen, sie bieten schwerkranken Menschen einen Rückzugsort, an dem sie zur Ruhe kommen und Frieden schließen können.


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