Idee des Schülerparlaments Premiere für Pausenkiosk der Grundschule Bad Essen

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Fertig. Vor dem Verkauf im Schulkiosk mussten erst einmal Brote geschmiert, Obst geschnitten und Möhren geschält werden. Unterstützung leisteten Michaela Walter sowie die Lehramtsstudentinnen Hanna Krassen und Hanna Niemann. Foto: Grundschule Bad EssenFertig. Vor dem Verkauf im Schulkiosk mussten erst einmal Brote geschmiert, Obst geschnitten und Möhren geschält werden. Unterstützung leisteten Michaela Walter sowie die Lehramtsstudentinnen Hanna Krassen und Hanna Niemann. Foto: Grundschule Bad Essen

Bad Essen. Mit einem so großen Andrang hatte Hannes offenbar nicht gerechnet: „Die ganze Schule wartet da draußen“, staunte er. Zum ersten Mal gab es einen Pausenkiosk an der Grundschule Bad Essen. Gemüsespieße, gesunde Brotschnitten sowie Obst gingen für kleines Geld über den Tisch.

Kleine Möhren-Sticks wurden kostenlos verteilt. Klar, dass manche Kinder bei dem Andrang mit leeren Händen in den Unterricht zurückkehren mussten. Verständnisvolle Lehrkräfte ließen sie aber noch einmal hinlaufen. „Ein voller Erfolg und ein tolles Beispiel für Schülerpartizipation. Es ist komplett von den Klassensprechern gewünscht, geplant und umgesetzt worden“, urteilte Grundschulsozialarbeiterin Michaela Walter strahlend. Die Idee dazu kam nämlich aus den Reihen des Schülerparlaments.

Den Kindern war schon im ersten Halbjahr aufgefallen, dass es beim Frühstück gravierende Unterschiede gibt. „Manche bringen gar nichts mit, andere haben nur Kekse dabei, und viele haben nach der ersten Pause schon alles aufgegessen“, fasste Walter die Eindrücke des Schülerparlaments zusammen. Der erste Gedanke: Ein Schulkiosk muss her! Auf einer Stellwand hatten die Kinder ihre Pläne dann zusammengefasst und Schulleiterin Gabriele Spang vorgestellt.

Kinder einbezogen

Letztlich kam für die Premiere nur ein Donnerstag infrage. In der ersten großen Pause wurden Brote geschmiert, Obst geschnitten und Möhren geschält. In der zweiten großen Pause begann der Verkauf aus der Küche heraus. „Unser Dank gilt der Bäckerei Titgemeyer, die uns frisches Brot für alle Termine zur Verfügung stellt – ganz unkompliziert und sofort von der Idee begeistert. Auch Edeka Kuhlmann unterstützt uns großartig“, sagte Michaela Walter. Auch dabei wurden die Kinder der Schülerfirma – das sind die Mädchen und Jungen des Schülerparlaments des ersten Halbjahres – einbezogen. David zum Beispiel habe selber mit der Bäckerei telefoniert und „verhandelt“.

Trotz des großen Andrangs wird es nur drei weitere Termine bis zu den Sommerferien geben. „Das Angebot passt leider nicht jeden Tag in den Ablauf des Vormittags. Das ist auch aus pädagogischer Sicht schade, denn die Schüler gestalten das Schulleben damit aktiv mit“, erklärte Gabriele Spang.

Was wünschen sich die Kinder?

Außer Michaela Walter kümmern sich die Lehramtsstudentinnen Hanna Krassen und Hanna Niemann um den Schulkiosk. Sie machen seit Beginn des zweiten Halbjahres ihr Praxissemester an der Grundschule Bad Essen und haben sich dieses Angebot als Forschungsprojekt ausgesucht. Sie haben notiert, aus welcher Klasse die „Kunden“ kamen und was sie gekauft haben. „Wir werden am Ende einen Fragebogen verteilen, um zum Beispiel herauszufinden, was sich die Kinder noch wünschen oder wie oft sie zum Kiosk gegangen sind.

Die Mädchen und Jungen der Schülerfirma sind schon zu ihrer Vorfreude und ihren Erwartungen befragt worden. Hier wird sich dann zeigen, ob die Erwartungen erfüllt oder sogar übertroffen worden sind“, sagte Hanna Niemann. Ein weiterer Vorteil der wissenschaftlichen Begleitung sei es, dass dadurch künftig passgenauer eingekauft werden könne.


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