Neuer Vorsitzender gesucht Sozialverband Lintorf/Rabber droht das Aus

Von Lars Herrmann

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Linnes Ortsvorsteher Joachim Drengk (links) mit, Kurt Lömker, Erika Niehaus, Heinrich Rehmer, Erika Rehmer und Günter Eggelmeyer. Rehmer und Niehaus sind für 10 Jahre im SovD geehrt worden. Foto: Lars HerrmannLinnes Ortsvorsteher Joachim Drengk (links) mit, Kurt Lömker, Erika Niehaus, Heinrich Rehmer, Erika Rehmer und Günter Eggelmeyer. Rehmer und Niehaus sind für 10 Jahre im SovD geehrt worden. Foto: Lars Herrmann

Wimmer. Der Ortsverband Lintorf/Rabber des Sozialverbandes (SoVD) steht vor dem Aus. Vorsitzender Kurt Lömker hatte 2017 schon angekündigt, dass er in diesem Jahr aus gesundheitlichen Gründen nicht erneut kandidieren wird. Trotz zahlreicher Gespräche und Aufrufe ist es dem Vorstand nicht gelungen, einen Nachfolger auf der Jahreshauptversammlung bei Böhning in Wimmer zu präsentieren.

„In spätestens sechs Wochen müssen wir Klarheit haben“, betonte Günter Eggelmeyer, der 2. Vorsitzende des SoVD-Kreisverbandes Osnabrück. „Wir dürfen die 201 Mitglieder dieses Ortsverbandes nicht im Stich lassen.“

201 Mitglieder bedeutet ein Zuwachs von 19 Frauen und Männern. Im vergangenen Jahr ist auch mehr eingenommen als ausgegeben worden, Lömker bliebe dem Vorstand erhalten. Eigentlich ideale Voraussetzungen, um den Ortsverband weiterzuführen. „Ihr müsst jetzt gezielt Leute ansprechen und ihnen klar machen, welche Aufgaben auf sie zukommen. Man kann sich die Arbeit ja auch teilen“, sagte Eggelmeyer, der umgehend seine Hilfe bei Gesprächen zusicherte.

Die möglichen Szenarien

Den anwesenden Mitgliedern schilderte er die möglichen Szenarien. Sollte es eine Kandidatin oder einen Kandidaten geben, so könne das Amt zunächst auch nur für zwölf statt 24 Monate vergeben werden. Dies sei bereits in anderen Ortsverbänden so gehandhabt worden – durchaus mit langfristigem Erfolg. Eine Alternative: Jemand aus dem Kreisverband könnte bis zur nächsten turnusgemäßen Wahl als Vorsitzender eingesetzt werden. „Der Vorteil ist, dadurch könnte der Ortsverband erhalten bleiben. Ich halte das aber für keine gute Lösung“, schilderte Eggelmeyer.

Was wird aus der Kasse?

Sollte sich nichts dergleichen ergeben, müsse der Ortsverband Lintorf/Rabber aufgelöst werden. Die Kasse ginge dann zunächst in den Besitz des Kreisverbandes über. „Die Mitglieder werden gefragt, zu welchem Ortsverband sie wechseln möchten. Sollte es darauf kein Echo geben, werden sie umliegenden Ortsverbänden zugewiesen. Die OVs bekommen dann anteilig das Geld aus der Kasse“, erklärte Eggelmeyer.

Zu Wort meldete sich auch Manfred Lindemann, Vorsitzender des Ortsverbands Melle. Er schlug vor, dass der Vorstand auch bei den benachbarten Ortsverbänden anfragen könnte, ob jemand als Vorsitzender zur Verfügung stehe. „Eine Auflösung habt ihr nicht verdient“, lautete sein Schlusswort.

So wurden letztlich nur die anderen Vorstandsmitglieder gewählt beziehungsweise im Amt bestätigt. Dies sind Schatzmeisterin Ilse Lömker, ihr Stellvertreter Heinrich Böhning, Schriftführerin Claudia Kaase, Frauensprecherin Jutta Dets, die Beisitzer Ursula Schmieding, Brigitte Krajewski und Kurt Lömker sowie die Revisoren Heinrich Balshüsemann, Eduard Wojak, Hubert Krajewski und Rolf Feldscher. Für zehn Jahre Mitgliedschaft wurden Erika Niehaus, Erika Rehmer und Heinrich Rehmer geehrt.

Anerkennung zollen

Zu Gast war Linnes Ortsvorsteher Joachim Drengk. Aus seiner Sicht wäre es schade, wenn es diesen Ortsverband bald nicht mehr geben würde: „Sie engagieren sich für soziale Gerechtigkeit und Bedürftige. Wer aktiv dafür eintritt, dem gebührt unser aller Achtung, Anerkennung und Unterstützung. Lassen Sie sich nicht abhalten, dann wird ihnen die Gesellschaft den Respekt und die Anerkennung zollen, die Sie verdienen. Die Freude und Dankbarkeit der von Ihnen betreuten Menschen ist Ihnen jedenfalls gewiss.“

51 Ortsverbände im Kreis

Günter Eggelmeyer stellte noch einige Zahlen der 51 Ortsverbände vor. Demnach gehörten Ende 2017 im Landkreis Osnabrück 9017 Mitglieder dem Kreisverband an. Im vergangenen Jahr habe man Nachzahlungen in Höhe von etwa 768.700 Euro erwirkt, und bei laufenden Zahlungen gibt es ein Plus von rund 150.000 Euro. „Darauf können wir stolz sein“, so Eggelmeyer.


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