Kiwitt, Kiwitt ist sein unverkennbarer Ruf… Kiebitze sind in Rabber mehr zu hören als zu sehen

Von Gertrud Premke

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Ob der Kiebitz im Wittlager Land derzeit wohl kalte Füße bekommt? Foto: Gertrud PremkeOb der Kiebitz im Wittlager Land derzeit wohl kalte Füße bekommt? Foto: Gertrud Premke

Altkreis Wittlage. In den Brockhauser und Rabber Wiesen sind in diesen Tagen mehrere Schwärme Kiebitze zu sehen. Trotz aller Kälte. Und fotografieren lassen sie sich am besten aus dem Pkw heraus. Vor dem flüchten sie nämlich in der Regel nicht.

Die Niederungsgebiete im Wittlager Land bieten dem Vogel des Jahres 1996, dessen Bestand als gefährdet gilt, noch einen guten Lebensraum – vermutlich auch zum Brüten. Aber nicht nur der Kiebitz ist hier anzutreffen, sondern inzwischen sind auch Silberreiher und Graureiher dort keine Seltenheit . Die Natur scheint hier in Ordnung zu sein und die Bedingungen für eine Brut gegeben. Kiebitze ernähren sich von Insekten und deren Larven, Würmern und anderen Wirbellosen.

Kiebitze sind in der Regel Zugvögel, in manchen Teilen ihres Verbreitungsgebietes auch Strich- oder sogar Standvögel. Letzteres gilt beispielsweise für Teile Großbritanniens. Brutgebiete erstrecken sich über große Teile Europas bis hin in die Mongolei und den Norden Chinas.

Auf der Roten Liste

Der Kiebitz sind Bodenbrüter, bevorzugen flaches, offenes und feuchtes Land, das zudem immer grün sein sollte. Da diese Flächen in Deutschland immer mehr verschwinden, ist auch der Kiebitz, der zur Familie der Regenpfeifer gehört, immer seltener geworden. Seit 2015 steht der Kiebitz auf der Roten Liste der gefährdeten Vogelarten.

Er wurde vielfach aus seinem ursprünglichen Lebensraum vertrieben. Hauptfaktoren hierfür sind Entwässerung, Grundwasserabsenkung, frühe Wiesenmahd, industrieller Torfabbau, Aufforstung von Mooren sowie landwirtschaftliche Arbeiten.

Das Besondere an dem Watvogel Kiebitz ist die schwarze Federhaube, die bei den männlichen Vögeln deutlich größer ausfällt. Der etwa taubengroße Vogel hat eine Flügelspannbreite von 67 bis 72 Zentimeter. Das können Beobachter kaum abschätzen, eindeutig jedoch sind die unüberhörbaren „Kiwitt, Kiwitt“-Laute der Kiebitze, insbesondere wenn die eher seltenen Vögel in Schwärmen durch die Lüfte schwirren.


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