Weltfrauentag mit Programm Fröhliche Feier mit ernstem Hintergrund in Bad Essen

Von Cornelia Müller

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:Bad Essen. Weltweit erinnert der Internationale Frauentag daran, dass Frauen und Männer immer noch nicht dieselben Rechte und Chancen haben. In Bad Essen nehmen die Frauen diesen Tag zum Anlass, sich mit gutem Gewissen einmal selbst zu feiern. In Bad Essen nehmen die Frauen diesen Tag zum Anlass, sich mit gutem Gewissen einmal selbst zu feiern.

Der „ Bad Essener Weltfrauentag “, ein Fest von Frauen für Frauen, fand in diesem Jahr bereits zum fünften Mal statt. Auf dem Programm standen wie immer viel Musik, Unterhaltung und ein gemeinsames Abendessen, das diesmal vom Restaurant Kaffeemühle kam. Rund 200 Frauen ganz unterschiedlicher Altersgruppen und Herkunft trafen sich in der Oberschule, und das zwölfköpfige Organisationsteam setzte alles daran, ihnen einen schönen Abend zu bereiten.

Zum ersten Mal dabei

Eine der Jüngsten im Team war die 17-jährige Anne Simon, die zum ersten Mal dabei war und nicht nur Spaß am Helfen, sondern auch an der Veranstaltung selbst hatte. „Ich finde es gut, dass das ernsthafte Anliegen hier ganz locker angegangen wird.“ Der Weltfrauentag sei wichtig, meint sie: „Je mehr man auf die Ungleichbehandlung von Frauen aufmerksam macht, desto eher bessert sich etwas. Aber ich denke schon, dass es noch ein weiter Weg ist.“ Ehrengast war diesmal Annette Ludzay von der Touristinfo Bad Essen, die sich Gedanken über das Leben in der „Cittaslow“ Bad Essen machte und feststellte: „Das bürgerschaftliche Engagement der vielen Gruppen und Vereine in Bad Essen trägt zu der großen Zufriedenheit der Menschen, die hier wohnen, bei. Dazu gehört auch dieser Abend.“

Auftritt des Männerballetts

Fünf Jahre Weltfrauentag in Bad Essen: Für Mitbegründerin Karin Bührmann, die sich mit Ann Bruns die Moderation teilte, war das ein guter Grund, kurz auf vergangene Höhepunkte zurückzublicken, zu denen zum Beispiel eine Modenschau der Bohmter Theatergruppe, Sabine Bulthaups Insider-Informationen über Bad Essener Land und Leute und der Auftritt des Männerballetts aus Ostercappeln gehörten.

Aber nicht nur in der Vergangenheit hatten die Frauen viel zu lachen. Auch das aktuelle Programm bot dazu reichlich Gelegenheit. Dafür sorgte ausgerechnet ein Mann: Stephan Rodefeld in der Rolle des italienischen Gastronomen „Luigi“, der auf den Spuren von Dean Martin von „Amore“ sang und diverse Witze und Zaubertricks auf Lager hatte. Auch für spontane Kommentare war er immer wieder gut und reimte selbstbewusst: „Das muss man sich erst einmal trauen – als Mann unter so vielen Frauen“.

Vergleichender Blick

Aber mal ehrlich: So ganz viel Mut gehörte dann doch nicht dazu, denn das weibliche Publikum war ja gekommen, um sich unterhalten zu lassen, und das gelang „Luigi“ ganz ausgezeichnet. Dasselbe galt für die beiden „russischen Hebammen“, die von Kathrin und Judith vor dem Berge verkörpert wurden. Während sie einen vergleichenden Blick auf das Leben und Kinderkriegen in Sibirien und Deutschland warfen, blieb beim Publikum kein Auge trocken, ob es nun um männliche Bindungsängste oder um die seltsame Angewohnheit schwangerer Frauen in Deutschland ging, ständig Ultraschallfotos von ihren ungeborenen Kindern zu machen: „Sieht doch aus wie Tiefdruckgebiet über Tundra bei Nacht“. Für ausgelassene Stimmung im Saal sorgte auch die Geschichte über „Die Unschuld“, die Karin Bührmann zum Besten gab.

Chor aus Osnabrück

Aber das Programm hatte noch mehr zu bieten – einen Auftritt der „Nightingales“ zum Beispiel. Gekonnt in Szene gesetzt, präsentierte der Chor aus Osnabrück unter der Leitung von Stephanie Laymann zum Beispiel ein Medley der besten Abba-Hits. Das war nicht nur toll anzuschauen und anzuhören, sondern diese Musik machte einfach gute Laune. Spätestens nach den Auftritten der Tanzgruppe der Paulus-Gemeinde Ostercappeln, die eine flotte Schuhplattler-Variante präsentierte und im Rock-‘n‘-Roll-Rhythmus zum Strandurlaub einlud, mussten die Zuschauerinnen zugeben: Mehr Vielfalt geht nicht.

Es sei, man wird selbst aktiv – deshalb war nach den Darbietungen wieder Tanzen angesagt. Für die Musik sorgte in bewährter Weise Yannik Wientke, der schon die vorangehenden Weltfrauentage begleitet hatte.


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