Mitdenken und mitentscheiden Wittlager wählen am Sonntag die Kirchenvorstände

Von Karin Kemper und Rainer Westendorf

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Altkreis Wittlage. Mitdenken, mitentscheiden, mit Einsatz, mit Tiefgang und das alles mit möglichst vielen: „Kirche mit mir“ lautet das Motto der Kirchenvorstandswahlen, zu denen am kommenden Sonntag, 11. März 2018, die Mitglieder der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde aufgerufen sind. Ab 18 Uhr wird dann ausgezählt.

Im Kirchenkreis Bramsche, zu dem auch das Wittlager Land gehört, können rund 60.000 Christen in insgesamt 25 Gemeinden ihre Stimme abgeben. Wer darf wählen? Gemeindemitglieder ab 14 Jahren. Das ist übrigens erstmals der Fall.

Auf der Wahlbenachrichtigungskarte ist der Ort des Wahllokals verzeichnet. Mit dieser Karte konnte auch die Briefwahl beantragt werden. Wer keine Benachrichtigung erhalten hat, kann im jeweiligen Gemeindebüro nachfragen, ob er im Wählerverzeichnis steht und wo am Sonntag abgestimmt werden kann. Wie viele Stimmen die Gemeindemitglieder haben, hängt davon ab, wie viele Personen zu wählen sind. Das ist jeweils auf dem Stimmzettel vermerkt.

Unterlagen auf dem Schreibtisch

Aus der Kirchengemeinde St. Nikolai Bad Essen kam am Montag ein Hinweis, dass im Gemeindebrief irrtümlich von bis zu sieben Stimmen, die jeder Wähler hat, die Rede gewesen sei – tatsächlich sind es allerdings nur sechs. Im Gemeindebüro St. Nikolai lag der Schreibtisch voller Unterlagen, die mit der Wahl am Sonntag zu tun haben. Kurz vor 12 Uhr gab der 91. Briefwähler seine Stimme ab. In der Gemeinde Bad Essen gibt es insgesamt acht Wahllokale – im Gemeindehaus St. Nikolai, Altenzentrum Simeon und Hanna (Eielstädt), Haus Sonnenwinkel (Essenerberg), Dorfgemeinschaftshaus Hüsede, Dorfgemeinschaftshaus Lockhausen, Feuerwehrhaus Wehrendorf und Kindergarten Wittlage.

Eine kleine Wahlparty

In der Kirchengemeinde Barkhausen-Rabber sind vier Wahllokale von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Die Barkhauser wählen im Gemeindehaus (alte Schule), die Brockhauser und die Linner im jeweiligen Feuerwehrhaus und die Rabberaner im Gemeindehaus. Ab 18 Uhr gibt es im Gemeindehaus Rabber eine kleine Wahlparty – beim Warten auf die Ergebnisse.

In der Bohmter Kirchengemeinde St. Thomas findet die Wahl ausschließlich am Sonntag (ganztägig) im Gemeindezentrum statt. Eine ähnliche Variante gilt in der Walburgis-Kirchengemeinde Venne. Dort wird im Gemeindehaus gewählt.

Die Paulus-Gemeinde Ostercappeln hat fünf Wahllokale – nämlich das Clubhaus des Haarener SC, Büngelers Café in Nordhausen, das Gasthaus Schmiemann in Hitzhausen, das evangelische Gemeindehaus Ostercappeln sowie das katholische Pfarrheim St. Marien in Schwagstorf.

In der Kirchengemeinde Johannes der Täufer in Lintorf gibt es ebenfalls fünf Wahllokale – die Feuerwehrgerätehäuser in Dahlinghausen, Heithöfen, Hördinghausen, das Gemeindehaus Lintorf und die Wimmer Schule. Die Bekanntgabe der Wahlergebnisse soll ab 18.30 Uhr im Gemeindehaus Lintorf erfolgen.

Kirchengemeinde St. Johannis Arenshorst: Die Mitglieder der Gemeinde können Stimme am Sonntag von 11 bis 17 Uhr im Gemeindehaus in Arenshorst abgeben.

St.-Matthäus-Gemeinde Hunteburg: In der Kirchengemeinde kann von 8 bis 18 Uhr gewählt werden – und zwar ausschließlich im evangelischen Gemeindehaus.

Ehrenamtliche Arbeit

Die Mitglieder der Kirchenvorstände arbeiten ehrenamtlich. Die Amtszeit der neuen Kirchenvorsteher beginnt am 1. Juli 2018. Die Wahlperiode ist sechs Jahre lang und endet folglich 2024. Das Aufgabenspektrum der Kirchenvorstände ist breit: Wer gewählt ist, arbeitet in einem Leitungsteam mit vielen Gestaltungsmöglichkeiten, hoher Verantwortung, auch mit Arbeitgeberaufgaben. Kirchenvorsteher entscheiden über die Finanzen, verwalten Gebäude und Grundstücke, tragen Personalverantwortung, koordinieren die Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit, die Musik und diakonische Aufgaben und sie fördern kulturelle und ökumenische Verbindungen vor Ort. Für das Amt des Kirchenvorstands können sich Frauen und Männer ab 18 Jahren bewerben. Der Kirchenvorstand besteht – je nach Gemeindegröße – aus vier bis 15 gewählten und berufenen Mitgliedern und Pfarrerinnen und Pfarrern.

Verantwortung übernehmen

„Evangelische Kirche lebt davon, dass Menschen Verantwortung übernehmen und ihre Kirche mitgestalten. Mit ihrem Sachverstand, ihrer Persönlichkeit und ihrem Glauben. Die Mitglieder des Leitungsgremiums der Gemeinde tragen die Verantwortung für die Gemeinde“, so die Landeskirche Hannover.


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