Versammlung mit Vorstandswahl Kunstschule Bad Essen plant großes Speicherprojekt

Von Cornelia Müller

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Wechsel im Vorstand der Kunstschule. Von links: Iris Nepke (Schriftführerin), Andrea Wirsching-Schulz (ehemalige 2. Vorsitzende), Gerda Kleinschmidt (ehemalige Kassenwartin), Gerrit Spijkerboer (1. Vorsitzender) und Elke Brockschmidt (ehemalige Schriftführerin, jetzt 2. Vorsitzende). Christine Bludau wurde in Abwesenheit zur neuen Kassenwartin gewählt. Foto: Cornelia MüllerWechsel im Vorstand der Kunstschule. Von links: Iris Nepke (Schriftführerin), Andrea Wirsching-Schulz (ehemalige 2. Vorsitzende), Gerda Kleinschmidt (ehemalige Kassenwartin), Gerrit Spijkerboer (1. Vorsitzender) und Elke Brockschmidt (ehemalige Schriftführerin, jetzt 2. Vorsitzende). Christine Bludau wurde in Abwesenheit zur neuen Kassenwartin gewählt. Foto: Cornelia Müller

Bad Essen. Im Atelier am Bahnhof blieben Pinsel und Staffelei diesmal unbenutzt: Bei der Jahreshauptversammlung des Vereins Kunstschule in Bad Essen war eher eine spitze Feder zum Kalkulieren gefragt. Mit seinen vielfältigen Kreativangeboten hat der Verein im vergangenen Jahr zwar ein leichtes Plus erwirtschaftet, die Kosten für die Unterhaltung von Atelier und Waggon bereiten dem Vorstand aber zunehmend Sorgen.

„Die Gemeinde Bad Essen unterstützt die Kunstschule mit jährlich 2.600 Euro. Der Betrag ist zweckgebunden für den Erhalt des Bahnhofs als Kunstschule und den Erhalt des Waggons als Puppentheater“, sagte Gerda Kleinschmidt in ihrem Kassenbericht für 2017. „Die Höhe des Betrags hat sich in dem mir bekannten Zeitraum von sechs Jahren nicht verändert. Er deckt nicht den Betrag, der durch die gestiegenen Unterhaltungskosten entsteht.“ Um den Erhalt der Kunstschule und des Puppentheaters auf Dauer zu gewährleisten, sei eine Anpassung erforderlich.

In der Vergangenheit habe der Verein nicht nur künstlerisch, sondern auch finanziell von Fabian Müllers Theateraufführungen profitieren können, so der 1. Vorsitzende Gerrit Spijkerboer. Dass Müller dafür jetzt nicht mehr zur Verfügung stehe, hinterlasse eine Lücke, die der Verein schließen müsse.

Ausstellungen organisiert

Davon abgesehen fiel das Resümee des 1. Vorsitzenden durchaus positiv aus: Die Kunstschule sei mit „mit der Kunst in die Öffentlichkeit gegangen“ und bei großen Veranstaltungen wie zum Beispiel dem Historischen Markt oder „Himmel und Erde“ präsent gewesen und habe erfolgreich eigene Ausstellungen organisiert. Ein wichtiges Standbein sei die von Iris Nepke betreute „Galerie im Rathaus“, wo der Verein regelmäßig die Möglichkeit habe, Kunst für ein breites Publikum zu präsentieren.

Die Kreativkurse hatten 2017 insgesamt 112 Teilnehmer: „Konstant gut besucht waren die Tongestaltungskurse von Eva-Maria Flucht, die Kurse für jüngere Teilnehmer von Sabine Freeker und das offene Atelier von Rixte Harro“, berichtete Gerda Kleinschmidt.

Wahl des neuen Vorstands

Die Wahl des neuen Vorstands leitete Heinz-Jürgen Nepke. Die bisherige 2. Vorsitzende Andrea Wirsching-Schulz und Kassenwartin Gerda Kleinschmidt standen für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung. Der Vorstand der Kunstschule setzt sich jetzt wie folgt zusammen: Gerrit Spijkerboer (1. Vorsitzender), Elke Brockschmidt (2. Vorsitzende), Christine Bludau (Kassenwartin), Iris Nepke (Schriftführerin).

Umfangreiches Programm

Für die kommenden Monate hat die Kunstschule bereits ein umfangreiches Programm zusammengestellt, zu dem zum Beispiel die Teilnahme an den Ferienspielen Wittlager Land oder eine Ausstellung in den Räumen der Touristinfo am 17. und 18. März gehören.

Ein ganz besonderes Anliegen ist dem 1. Vorsitzenden das Projekt „Goodbye Speicher“: Der Speicher – zurzeit noch ein Wahrzeichen der Kommune – soll in den kommenden Wochen verstärkt Gegenstand der Kunst werden, um auf diese Art und Weise im Gedächtnis zu bleiben. „Das ist ähnlich wie bei der Berliner Mauer: Als die abgerissen wurde, wollte jeder ein Erinnerungsstück haben.“ So sollen im März und April drei Fotokurse den Speicher ins rechte Licht setzen.


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