Ein Gottesdienst geht um die Welt Auch im Wittlager Land Aktionen zum Weltgebetstag

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Altkreis Wittlage. Surinam? Klingt so ähnlich wie Siam, oder? Doch das tropische Land liegt nicht in Asien, sondern ist das kleinste Land Südamerikas. Dass wir so wenig über Suriname, wie die ehemalige niederländische Kolonie eigentlich heißt, wissen, mag daran liegen, dass es so selten in den Schlagzeilen ist. Das ändert sich aktuell, denn der Weltgebetstag am 2. März rückt Surinam in den Blickpunkt.

Jedes Jahr am ersten Freitag im März wird in über 170 Ländern der Erde ein Gottesdienst nach dem gleichen Ablauf gefeiert. Eine spannende und verbindende Sache, mit ganz vielen Menschen unterschiedlicher Herkunft den gleichen Gottesdienst feiern zu können, wie die Gottesdienstbesucher immer wieder berichten. Die Bewegung, die dahinter steht, ist der Weltgebetstag der Frauen, zu dem sich Frauen unterschiedlicher christlicher Kirchen zusammengeschlossen haben. Jedes Jahr bekommen Frauen aus einem anderen Land die Aufgabe, diesen Gottesdienst zu planen, und in diesem Jahr sind es die Frauen aus Surinam. Sie haben sich mit der Schöpfungsgeschichte beschäftigt und einen bunten, liedreichen Gottesdienst gestaltet, der auch in den Kirchen des Wittlager Landes ökumenisch gefeiert wird und damit auch in unseren Breiten, zumal in diesen kalten Tagen, etwas von der südamerikanischen Lebensfreude und Wärme Surinams spüren lässt.

Bedrohtes Paradies

Denn dieses Land ist erstaunlich: Auf einer Fläche weniger als halb so groß wie Deutschland vereint das Land afrikanische und niederländische, kreolische und indische, chinesische und javanische Einflüsse. Die frühere niederländische Kolonie liegt im Nordosten Südamerikas, zwischen Guyana, Brasilien und Französisch-Guyana. Rund 90 Prozent des Landes bestehen aus tiefem, teils noch vollkommen unberührtem Regenwald. Umweltzerstörung und massiver Rohstoffabbau jedoch bedrohen die einzigartige Flora und Fauna.

Solidarität

Ein weiteres Merkmal des Weltgebetstages ist der Solidaritätsgedanke. In der Auseinandersetzung mit anderen Kulturen und Lebensbedingungen schärft er den Blick für weltweite Herausforderungen wie Armut, Gewalt gegen Frauen und Klimawandel. So sind aus den Vorbereitungen zum Weltgebetstag im Laufe der Jahre zahlreiche Initiativen entstanden: von Bildungs-Angeboten für Kinder und Jugendliche, über ökumenische Frauen-Frühstücke bis hin zu Kooperationen mit Weltläden und dem „fairen Handel“. Nach dem Prinzip „Global denken, lokal handeln“ unterstützt der Weltgebetstag in diesem Jahr durch Recycling von Stiften ein Team von Lehrern und Psychologen, das 200 syrischen Mädchen in einem Flüchtlingscamp im Libanon Schulunterricht ermöglicht. Ein Team von „Beit el Nour“, eine Vereinigung zur Bekämpfung von Armut und Ungerechtigkeit im Nahen Osten, hat dieses Programm, das den Mädchen den Besuch von Schulunterricht und Lernen in ruhiger Umgebung ermöglicht, auf die Beine gestellt. Die meist schwer traumatisierten Kinder erhalten außerdem sozial-pädagogische und -therapeutische Begleitung. Dieses Projekt unterstützt der Weltgebetstag mit einer deutschlandweiten Sammelaktion.

Ein Cent pro Stift

Gesammelt werden leere Kugelschreiber, Filzstifte, Gelroller, Textmarker, Druckbleistifte, Korrekturmittel, Füllfederhalter und Patronen. Nicht akzeptiert werden: Klebestifte, Radiergummi, Lineale, Bleistifte und Scheren. Das Material wird recycelt und die Firma BIC sponsert das beschriebene Projekt mit je einem Cent pro Stift. Sammelboxen haben die Teams des Weltgebetstages in der evangelischen Kirche St. Thomas, in der katholischen Kirche St. Johannes und im katholischen Kindergarten aufgestellt. In Bad Essen befindet sich eine solche Box im evangelischen Gemeindehaus St. Nikolai, in Schwagstorf in der Marienkirche und in Ostercappeln in der Lambertuskirche, wird aber während des Weltgebetstagsgottesdienstes in der Pauluskirche stehen.


Weltgebetstag

Der Gottesdienst zum Weltgebetstag steht in diesem Jahr unter Motto „Gottes Schöpfung ist sehr gut“. Er wird am Freitag, 2. März, in den Kirchen des Wittlager Landes ökumenisch gefeiert, und zwar in der Nikolaikirche Bad Essen um 15 Uhr, in der Thomaskirche Bohmte um 19 Uhr, in der Kirche zur Heiligen Dreifaltigkeit in Hunteburg und in der Pauluskirche Ostercappeln ebenfalls um 19 Uhr, in der Walburgiskirche in Venne für die Teilnehmer aus Schwagstorf und Venne um 19.30 Uhr.

Das ökumenische Weltgebetstagsteam aus Herringhausen-Stirpe-Oelingen lädt zu 19 Uhr in das Gemeindehaus Arenshorst ein. Dazu und zum anschließenden Buffet mit landestypischen Speisen ist jedermann nach Arenshorst willkommen.

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