Revanche gegen Vechta Lintorfs Volleyballer: Gut gemacht

So schreien strahlende Sieger: (von links) Jens Bösmann, Stefan Hahler und Damian Jonczinski feiern sich. Foto: Stefan GelhotSo schreien strahlende Sieger: (von links) Jens Bösmann, Stefan Hahler und Damian Jonczinski feiern sich. Foto: Stefan Gelhot

Lintorf. Noch immer die Ungereimtheiten des Hinspiels in Vechta im Hinterkopf, waren alle Spieler des VfL Lintorf umso motivierter den Volleyballern der DJK Füchtel Vechta eine ordentliche 0:3-Niederlage (13:23, 23:25, 13:25) einzuschenken.

Mit dem Wissen um vollständige Punktetafel, Fähigkeit der Anschreiber und damit verbundene richtige Zählweise, konnte sich das Team um Henrik Kollweier voll auf ihr Spiel konzentrieren. Und das tat es.

Schnell lagen die Lintorfer mit 7:3 in Führung, bauten diese auf 13:8 aus und zwangen Vechta beim Stand von 16:10 zur ersten Auszeit. Alle spielten konzentriert und motiviert weiter. Immer wieder waren es die starken Mittelblocker Jens Bösmann und Matthias Engel, die Vechta vor unlösbare Aufgaben stellten. Nach der nächsten Verzweiflungsauszeit beim 23:13 wies Stephan („Show“) Massmann) noch ein mal darauf hin, jetzt nicht nachzugeben. Und so ging der Gastgeber nach knapp 18 Minuten mit 1:0-Sätzen in Führung.

Variantenreiches Zuspiel

Durchgang zwei verlief überraschend knapp. Vechta stabilisierte die Annahme wodurch Zuspieler Molde seine Angreifer mit schnellen und variantenreichen Zuspiel immer besser in Szene setzen konnte. So war Trainer Cord Ernsting beim 17:20 und 21:23 dazu gezwungen, seine einzigen Auszeiten des Abends zu nehmen. Der darauf folgende Punkt brachte Zuspieler Damian Jonczinski zum Aufschlag. Für seine Knalleraufschläge bekannt und mit 3-facher Motivation ausgestattet (Satzgewinn, Pro Ass ein Bier von „Show“ und Chance, die 100-Aufschlag-Ass-Schallmauer zu durchbrechen), zündete er und drehte den Satz zugunsten des VfL zum 25:23. Fans und Mannschaft feierten ihn mit den Rufen „Polen-Böller Polen-Böller“. Kleines Manko: Es war erst das 98. Ass.

Sofort im Spiel

Vechta war gebrochen. Lintorf wechselte auf beiden Außen- und der Diagonal-Positionen. Hoffnung auf mehr Chancen für die Gäste? Keineswegs! Alle Lintorfer waren sofort im Spiel. Kapitän Henrik Kollweier nagelte förmlich gleich den ersten Angriff am Doppelblock vorbei in die 3-Meter-Zone. Pawel Wajnert griff spektakulär und so druckvoll an, dass es selbst für den Libero keine Abwehrchance gab, und Felix Prummer machte mit 100 Prozent (!) Angriffsquote auf sich aufmerksam. Bereits beim 5:1 für Lintorf nahm Vechta die erste Auszeit, beim 11:5 die zweite.

Und dann war da noch Damian Jonczinski! Mit einer erneuten Aufschlagserie knackte er die Hunderter-Grenze und steht jetzt bei 101 Aufschlag-Assen in einer Saison. Nach dem 25:13 und knapp einer Stunde Spielzeit war der 3:0-Sieg perfekt.

Bei abschließender Feierei mit Fans wurde der MVP gewählt. Das Ergebnis war eindeutig. Matthias Engel konnte mit seinen Trainingsaufschlägen, vielen Blockaktionen und wie Felix Prummer mit einer 100 Prozent-Angriffsquote überzeugen. Als Belohnung gab es ein Premiumbier inklusive Bierdusche.

Beide Mittelblocker

Dass schon wieder einer der beiden Mittelblocker zum MVP gewählt wurde, ist für Trainer Cord Ernsting indes keine große Überraschung. „Das, was unsere beiden Mittelblocke in dieser Saison leisten, ist wirklich überragend. Die Angriffsquote liegt über die laufende Saison bei 91 Prozent“, lobte der Coach. Trotzdem wollte er die anderen Spieler nicht ungelobt lassen und verabschiedete sich mit den Worten: „Das habt ihr gut gemacht!

Lintorf: Stephan Massmann, Jens Bösmann, Henrik Kollweier, Stefan Hahler, Damian Jonczinski, Pawel Wajnert, Felix Prummer, Ewald Derksen, Matthias Engel.