Gegen Vechta „brennt die Luft“ Lintorfs Volleyball: Herren um Ehre und Position

Von Winfried Beckmann

Klares Bekenntnis, klares Ziel: Aus Regional- soll wieder Bundesliga werden. Foto: Stefan GelhotKlares Bekenntnis, klares Ziel: Aus Regional- soll wieder Bundesliga werden. Foto: Stefan Gelhot

Lintorf. Lintorfs Volleyballherren spielen am Samstag zuhause gegen Vechta und die Damen in Schledehausen.

Hausintern geht das eher spaßige Gerangel darum, wer am Ende der Saison im Volleyball besser platziert ist: die Damen oder die Herren des VfL Lintorf jeweils in ihrer Regionalliga. Aktuell liegen beide vier bzw. drei Spieltage vor dem Liga-Ende auf Rang zwei, der die Relegation Richtung 3. Liga heißen würde.Und das mit Vorteilen der Herren, was die Spitze betrifft, denn Tabellenführer TSV Giesen II hat nur drei Punkte mehr als Lintorf. Fragt sich, ob die Hildesheimer Vorstädter zum Beispiel an diesem Wochenende schwächeln und Federn gegen Vallstedt lassen. Vorausgesetzt die Lintorfer geben sich an diesem Samstag ab 19 Uhr im Volleydome keine Blöße im Prestigeduell mit der DJK Füchtel Vechta, auf die Jens Bösmann & Co. aus doppeltem Grund besonders heiß sind bei bekannter Rivalität. ,,Mit Vechta ist noch eine Rechnung offen“, sagt der Routinier des VfL mit Hinweis auf das Hinspiel, als Lintorf die erste Niederlage nach sechs Siegen in Folge kassierten. Noch mehr, weil Vechta zuletzt keine Nachbarschaftshilfe leistete, sondern glatt mit 0:3 gegen Giesen II verlor und mit 12:25 im dritten Satz abschenkte.

Relegation sicher

Also ist Energie angesagt, die Stefan Hahler im Vorfeld mal anders als üblich beim Bouldern steigerte, wie das Klettern ohne Kletterseil und Klettergurt an Felsblöcken genannt wird. Dabei tritt das Team komplett an, also auch mit Kapitän Henrik Kollweier nach Rückenproblemen, wenn es gilt, die Chance auf Platz eins zu wahren bei dann ausbleibenden Spielen in Braunschweig sowie gegen Vallstedt. Mit einem Sieg haben die Lintorfer Platz zwei und damit die Relegation sicher, von der sie aber erst reden wollen, wenn Platz eins nicht mehr drin ist, was er aber aktuell noch ist.

Und die Damen? Hinter MTV Hildesheim (39 Punkte) liegt Lintorf (33) auf Platz zwei punktgleich mit Langenhagen bei einem Spiel weniger mit besserem Satzverhältnis auf Kurs Relegation, ohne das Rennen um Platz eins und den direkten Aufstieg in die 3. Liga abgeschrieben zu haben.

Entsprechend konzentriert geht die Mannschaft von Trainer Stefan Engelke in das Derby am Samstag ab 19 Uhr beim Aufsteiger TV Schledehausen. Nach dem klaren 3:0 (25:22, 25:15, 25:18) im Hinspiel nehmen die Lintorferinnen das Derby ernst, denn der Nachbar steht auf dem 9. Platz, der den Abstieg bedeuten würde, was Schledehausen unbedingt verhindern will.