Bad Essener Floristin erzählt Valentinstag: lange Tradition und gutes Geschäft

Meine Nachrichten

Um das Thema Bad Essen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Bad Essen. Am 14. Februar ist Valentinstag, ein traditionsreicher Tag für alle Liebenden und ein arbeitsreicher Tag für viele Floristen. Gunhild Honermeyer aus Bad Essen hat uns erzählt, wie sie sich darauf vorbereitet und warum rote Rosen besonders teuer sind.

Vor dem Laden stehen schon die Rosensträuße, drinnen hängen rosafarbene Ballons in Herzform, und an der Tür klebt ein großes Schild: „Am 14. Februar ist Valentinstag.“ Beim Blütengenuss in Bad Essen dreht sich, wie bei vielen anderen Floristen weltweit, derzeit alles um das Fest der Liebenden.

Hoher Umsatz am Valentinstag

Geschäftsführerin Gunhild Honermeyer und ihr Team verkaufen am 14. Februar deutlich mehr Blumen als an den meisten anderen Tagen des Jahres. Nur zum Muttertag, am Weltfrauentag und zu Weihnachten ist der Umsatz ähnlich hoch. Deshalb wurde vorgearbeitet: Einen Teil der gelieferten Blumen haben die Floristinnen schon zu fertigen Sträußen gebunden. Der Rest steht angeschnitten im Kühlhaus für die meist männlichen Kunden bereit, die sich ihren Strauß individuell zusammenstellen lassen wollen.

Besonders beliebt ist die rote Rose, weiß Gunhild Honermeyer. Allerdings ist die am Valentinstag auch besonder teuer, weil die Nachfrage so groß ist – nicht nur in ihrem Laden, sondern auf dem weltweiten Markt. Bis zu zehn Euro kann eine besonderes Exemplar kosten. „Die Preise richten sich nach der Länge der Stiele, der Dicke der Blütenköpfe sowie der Sorte“, erklärt die Floristin.

Die meisten Rosen kommen aus Übersee

Anders, als viele Kunden denken, kommt die Blütenpracht übrigens nicht unbedingt aus den Niederlanden. Ein Großteil der Rosen wird in Südamerika oder in Afrika gezüchtet und geerntet und kommt dann innerhalb von 48 Stunden per Flugzeug nach Deutschland.

Obwohl die Industrie gut am Valentinstag verdient, hat sie ihn nicht erfunden. Der 14. Februar ist der katholische Gedenktag für den Märtyrer Valentin von Rom oder auch Valentin von Terni. Der Legende nach lebte der Bischof im dritten Jahrhundert und traute Liebespaare nach christlichem Ritus, obwohl Kaiser Claudius II es verboten hatte. Dafür wurde er zwar enthauptet. Die Ehen, die er geschlossen hatte, sollen aber sehr glücklich gewesen sein. So wurde Valentin zum Patron der Liebenden.

Tradition geht auf die Römer zurück

Der Brauch, am 14. Februar Blumen zu verschenken, ist aber wohl noch deutlich älter. Schon in der Antike feierten die Römer an diesem Tag das Fest der Göttin Juno, die als Beschützerin der Ehe und Familie galt. Ihr wurden Blumen geopfert und Frauen bekamen Blumen geschenkt, fanden Historiker heraus. Sie gehen davon aus, dass sich die antike Fest- und der christliche Gedenktag vermischt haben. „Die historischen Festtraditionen verbinden sich, historische Figuren wachsen zusammen. Geschichtliche Vorgänge, Glauben und Aberglauben bilden ein kaum zu entwirrendes Knäuel“, schreibt etwa der Historiker Gerhard Dohrn-van Rossum von der Technischen Universität Chemnitz.

Wer also nach guter christlich-römischer Tradition Blumen zum Valentinstag verschenken will, für den hat Gunhild Honermeyer einen Tipp: „Wir fertigen viele gemischte Sträuße oder auch bunte Rosensträuße an um für unsere Kunden moderate Preise zu ermöglichen.“

Hier geht es weiter: Osnabrücker Kellnerin erzählt am Valentinstag über fiese Dates und heiße Küsse


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN