Eröffnung im September 2018 Wohnprojekt „Zuhause in Bad Essen“ feiert Richtfest

Von Andre Partmann


Eielstädt Der Rohbau ist fertig, auf dem Dachstuhl thront die Krone: Vier Monate nach der symbolischen Grundsteinlegung nimmt das Wohnprojekt „Zuhause in Bad Essen“ immer konkretere Formen an. Am Freitagnachmittag wurde Richtfest gefeiert.

Auf stolze 103 Meter erstreckt sich der imposante Bau des Wohnprojekts „Zuhause in Bad Essen“, der derzeit am Gräfin-Else-Weg in Bad Essen-Eielstädt auf dem Gelände des Diakonievereins gegenüber des Altenzentrums Simeon und Hanna entsteht. Bauunternehmer Konstantin Schnitker und sein Team haben seit der Grundsteinlegung im September vergangenen Jahres ganze Arbeit geleistet: Die Mauern stehen, und auch der Dachstuhl ist aufgesetzt. Man befinde sich voll im Zeitplan, erklärte Schnitker. Dieser sieht vor: Im September sollen die ersten Bewohner einziehen.

Geladene Gäste

Ein Blick ins Innere des Rohbaus offenbart aber auch: Bis dahin wartet noch reichlich Arbeit auf die Handwerker. Zeit für eine kurze Verschnaufpause blieb zumindest am Freitagnachmittag dann aber doch, denn bei dem Bauvorhaben durfte das traditionelle Richtfest nicht fehlen. Zahlreiche geladene Gäste, unter ihnen Bad Essens Bürgermeister Timo Natemeyer, Architekt Kai Schnitker, der Vorstand des Diakonievereins sowie Nachbarn und Bewohner des Altenzentrums versammelten sich an der Baustelle, um gemeinsam anzustoßen.

Suche nach dem Richtkranz

Die Geschäftsführer der „Zuhause in Bad Essen gGmbH“, Martin Reutepöhler und Udo Hoffeld, machten sich dabei nach alter Tradition mit den Gästen im Schlepptau auf die Suche nach dem Richtkranz – und wurden fündig in der Nachbarschaft. Der Richtkranz wurde mit einem Kran auf den Dachstuhl befördert und von Zimmermann Thorsten Martling unter Mithilfe von Reutepöhler und Hoffeld am Giebel befestigt. Ohne das nötige Einloten geht schließlich gar nichts. Letztlich klappte aber auch das. „Wir bitten Gott, der in Gefahren, uns allezeit treu bewahrt, er mög‘ das Bauwerk hier bewahren vor Not und Schaden aller“, hieß es im anschließenden Richtspruch.

Zwei Wohngruppen

Das Wohnkonzept „Zuhause in Bad Essen“ ist ein gemeinsames Projekt des Diakonievereins und des Hauses Simeon und Hanna. Im Gebäude entstehen zwei Wohngruppen, in denen unter anderem Demenzerkrankte eine Heimat finden sollen, und 20 betreute Wohneinheiten. Diese Wohneinheiten sind aufgeteilt in 16 Single- und vier Paarwohnungen. Die Einzelwohnungen haben eine Größe zwischen 51 und 54 Quadratmetern, die Paarwohnungen sind 70 beziehungsweise 100 Quadratmeter groß.

Barrierefrei

Laut Angaben des Geschäftsführers Reutepöhler sind die Wohnungen auf sämtliche Bedürfnisse der Bewohner angepasst: So sei eine der in der Miete enthaltenden Grundleistungen etwa eine Rufbereitschaft. Die Wohnungen sind allesamt barrierefrei, im Haus gibt es einen Aufzug. Ziel ist es, den Bewohnern ein selbstbestimmtes Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen.