Ein vergessenes Gut Die Straße „An der Buddemühle“ in Wehrendorf

Von Gillian Depker und Jendrik Haarmann


Wehrendorf. In unserer Straßennamenserie geht es heute um die Straße „An der Buddemühle“ in Wehrendorf.

Die Straße wurde nach der Buddemühle benannt, einem Bauwerk aus dem 16. Jahrhundert, das als geschichtsträchtiges Gebäude in Wehrendorf gilt. Das Gut hat sich mit vielen Besitzern von Zeit zu Zeit geändert. Anfangs war es nur eine „Mühle mit Wagenschuppen“ , doch nach und nach wurde es vergrößert und erweitert. Als Christoph von dem Bussche-Hünefeld das Gut 1667 kaufte, umfasste dies Schäfereien, Fischereien, Mühlen und Ackerland. Mit dem Gut wuchs auch die Einwohnerzahl. Wehrendorf hatte 111 Hektar Ackerland, wovon der Buddemühle sechs Hektar gehörte.

Im 19. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert belieferte das Gut Buddemühle die Küche des Schlosses Hünnefeld, musste aber auch Pacht an das Schloss zahlen. Die Buddemühle war von großer wirtschaftlicher Bedeutung in Wehrendorf. Der Ursprung des Namens ist ungewiss, doch es gibt Theorien, wie die Straße ihrem Namen bekam. Möglich ist das, dass Gut einem Hermann Budde gehörte, der eine Mühle besaß, die später in Urkunden als Buddemühle bezeichnet wurde.