Senioren ein kostbarer Schatz Jahresfest bei Simeon und Hanna in Eielstädt

Von Christa Bechtel

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Eielstädt . Einmal im Jahr feiert das Altenzentrum Simeon und Hanna des Diakonievereins Bad Essen sein Jahresfest. Sozusagen als Geburtstag. Gerade wurde im Beisein der Bewohner, etlicher Gäste und Mitarbeiter, darunter auch einige ehrenamtliche, der 34. Jahrestag begangen, der mit einem Gottesdienst mit Pastorin Monika Stallmann begann. Elisabeth Mönter begleitete sie am E-Piano

Schön, dass einmal zwei alte Menschen im Mittelpunkt stehen“, ging Monika Stallmann in ihrer Predigt auf das Evangelium des Lukas ein. Simeon und Hanna sind dabei, als Maria und Josef Jesus in den Tempel nach Jerusalem bringen. Sonst würden alte Menschen eher am Rande stehen, sich überflüssig fühlen, so die Geistliche. „Oder sind wirklich abgeschrieben.“ Aber: „Alte Menschen – das ist ein kostbarer Schatz einer Gesellschaft. Mit ihren Erfahrungen, ihrem Wissen, ihrer erworbenen Gelassenheit und ihrem Glauben“, hob die Pastorin hervor.

Gerne in den Gottesdienst

Was bedeutet den Gästen dieses Jahresfest? „Ich bin schon bei der Gründung dabei gewesen. Deshalb komme ich jedes Jahr gerne hierher. Nicht nur, um an den Anfang zu denken, sondern ich gehe auch gerne in den Gottesdienst. Ebenso bin ich im Posaunenchor Barkhausen, mit dem wir gelegentlich hier auftreten. Ich kenne auch einen Teil der Bewohner und habe das Gefühl, dass es gut ist, miteinander zu reden“, erklärt Bad Essens ehemaliger Gemeindedirektor Helmut Wilker.

„Dieses Jahresfest ist einfach wie ein Geburtstag wie bei einem Menschen. Man denkt an dieses Haus. Es bedeutet mir unheimlich viel. Ich denke an die vielen alten Menschen, die hier in diesem Haus betreut werden und freue mich immer wieder, wenn ich hier bin“, sagt Gertrud Harmeyer, die viele Jahre im Altenzentrum Simeon und Hanna tätig war.

Ein Herzensanliegen

„Es ist mir jedes Jahr ein Herzensanliegen. Weil es um die Menschen geht, wie in der Predigt, die wir auch hier im Hause haben. Um alte Menschen, die in Würde leben und sich freuen, wenn sie erleben können, dass sie auch so wahrgenommen werden. Überhaupt das Jahresfest, das an diesem Namen ‚Simeon und Hanna‘ hängt, das finde ich sehr weise gewählt, damals vor langer Zeit. Es tut meiner Seele gut“, meinte Angelika Haasis, die zum Kreis der ehrenamtlichen Mitarbeiter gehört.

Ehrenamtliche Mitarbeiter

Diesen Kreis gibt es seit 17,5 Jahren. Zu ihm gehören derzeit etwa 30 Personen. „Die Jüngste ist 35, die Älteste 90“, so Angelika Haasis. Viele würden bei Großveranstaltungen helfen, die Bewohner zu den Gottesdiensten bringen, zum Arzt begleiten, Essen anreichen oder sie einfach nur besuchen, da einige wenig Besuch bekommen würden, zählt sie nur einige Aufgaben auf. Die erste Ehrenamtliche habe seinerzeit gesagt, als man sich woanders vorstellte: „Wir sind im Altenheim für das Liebhaben da, wo viele andere nicht mehr so viel Zeit für haben. Diese Dinge, wo es um das Liebhaben geht, das decken wir ein Stück mehr ab, als es das Mitarbeiterpersonal sowieso schon tut.“

Regelmäßige Treffen

Neue Ehrenamtliche sind übrigens jederzeit willkommen. Interessierte können sich an Angelika Haasis, Telefon 05472/954208 oder Martin Reutepöhler, Leiter des Altenzentrums, Telefon 05472/9300, wenden. „Ich habe früher in Osnabrück gearbeitet. Aber ich kenne nicht ein einziges Haus, wo man jährlich den Geburtstag feiert. Das gibt es nur hier. Auch die „Ifa“ – Initiative für Altenhilfe. Ein gemeinnütziger Verein, den wir seinerzeit gegründet haben, um die ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen“, stellt Martin Reutepöhler dar.

Angelika Haasis ergänzt: „Alle sechs Wochen haben wir regelmäßige Treffen mit den Ehrenamtlichen, wo die nächsten sechs Wochen durchgesprochen werden, welche Veranstaltungen wir haben, wer für was gebraucht wird.“


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