Auf 9.200 Euro aufgerundet Wehrendorfer Tannenbaumaktion mit Rekordergebnis

Von Friedrich Lüke

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Wehrendorf. „Ich habe da ein ungutes Gefühl, da stehen diesmal weniger Leute auf dem Zettel als im vergangenen Jahr“, berichtet Hermann Beeck im Vorfeld der großen Tannenbaumaktion der Wehrendorfer zugunsten der Deutschen Krebshilfe. Die Sorge erweist sich letztlich als unnötig.

Da ist der riesige Bezirk von Bad Essen, Eielstädt, Wittlage, Hüsede, Harpenfeld, Lockhausen, Essener- und Wehrendorferberg und natürlich Wehrendorf selbst. Zu berücksichtigen sind auch Zuzüge durch die Besiedlung von Neubaugebieten in Bad Essen-Harpenfeld und Wittlage. Wird es funktionieren? Egal welche Veranstaltungen Vereine und Gruppierungen im Altkreis stemmen, diejenigen, die den Hut aufhaben, haben vorher immer das Problem der ehrenamtlichen Postenbesetzung, in diesem Fall allerdings auch Fuhrwerke nebst Fahrer. Was macht eigentlich das Wetter?

Ideales Wetter

Da hatten die Wehrendorfer doch schon mal alles dabei, inklusive Schnee, Sturm und Regen. Dieses Thema ist schnell abgehakt, es ist auf den Punkt ideal, trocken, kaum Wind. Dazu füllt sich ab 8.30 Uhr der Dorfgemeinschaftsraum an diesem Samstagmorgen zusehends mit Helfern, auch einige neue Gesichter darunter.

Hermann Beeck, altgedienter Vorsitzender des Freizeitclubs „Alte Eibe“, der die Teilnehmer begrüßt, wirkt entspannter. Clubmitglied Jürgen Schoster, Altwehrendorfer mit Wohnsitz in Wittlage, feiert am Sammeltag seinen 72. Geburtstag zum großen Teil unter Weihnachtsbäumen mit „Klinkenputzen“ in Eielstädt und wird entsprechend gewürdigt.

Raschel - und Klimperwährung

Dann treten Julian Tontrup und Lars Ottinger von der Nachfolgeorganisation „Eibe 90“ auf den Plan. Die Besetzung der Sammelfahrzeuge und Ortschaften wird zugeteilt und natürlich die wichtigen Sammelbüchsen für „Raschel - und Klimperwährung“.

Erbsensuppe gehört dazu

Wie immer müssen die vielen Helfer auch verpflegt werden. Das erledigt in alter Gewohnheit ein Küchenteam, das um die Mittagszeit eine Erbsensuppe bereit hält. „Wo ist eigentlich „XY“ mit seinem Fahrzeug?“ wollen die Organisatoren wissen. Aus den hinteren Reihen vermutet jemand ganz trocken, dass der sich um diese Zeit die Haare föhnt und ganz sicher kommt. Allgemeine Heiterkeit erfüllt den Saal, der sich nun rasch leert, es geht los.

Spezialauftrag

Bevor die etwa 100 Helfer „aufsitzen“, gibt es das obligatorische Gemeinschaftsfoto. Trotz vorheriger Bedenken, es sind wieder 17 Fuhrwerke mit Fahrer auf in „Paradestellung“ vom Trecker mit Gummiwagen über LKW bis zum Handwerkerfahrzeug mit Ladefläche aufgefahren. Hermann Beeck hat an diesem Morgen auch einen Spezialauftrag zu erledigen. Per Telefon hat ein „anonymer“ Eielstädter bei Beecks Frau angerufen, dass 100 Euro zusammen mit einem Tannenbaum bereitstehen. Das sollte allerdings der Chef persönlich entgegennehmen. Der Chronist war im wärmenden Kaminzimmer bei der Übergabe dabei, „doch in die Zeitung kommt das Bild nicht“ – was für den guten Zweck akzeptiert wird.

Langer Tag

Bis 18 Uhr wurde übrigens die letzte Tour gefahren, in Wittlage war Ortsbürgermeister Frank Bornhorst persönlich im Einsatz, der vom Wehrendorfer Amtskollegen Torsten Bühning unterstützt wurde. Die ausgedienten Weihnachtsbäume konnten auf dem Grünabfallplatz in Wittlage entsorgt werden, der für die in verschiedenen Ortschaften durchgeführten Sammelaktionen eigens geöffnet war. Spannend wie immer dann zum Schluss die Auszählung der Sammelbüchsen im Keller der Grundschule im kleinen Kreis. Die 45. Sammelaktion für die Deutsche Krebshilfe ergab wieder eine Steigerung der Einnahmen gegenüber 2017.

Ergebnis: 9200 Euro

9.127 Euro wurden gezählt, was eine Familie aus Wehrendorf nicht ruhen ließ und diese stolze Summe auf 9.200 Euro aufrundete. Allen Beteiligten ist Dank auszusprechen, ob bei der Bereitstellung von Fahrzeugen oder als Helfer und nicht zu vergessen die vielen Spender. Schließlich sind in 45 Jahren 201.733,16 Euro für den guten Zweck zusammengekommen.


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