Etwa 150 Leute an der Marina Eiswette Bad Essen: Das Wasser „geiht“ auch 2018

Von Lars Herrmann

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Bad Essen. Die Überraschung über Nacht ist ausgeblieben: Am Sonntag um 12.20 Uhr haben Bad Essens Ortsbürgermeister Jens Strebe und Rechtsanwalt Hendrik Bönnschen eindeutig festgestellt: „Das Wasser geiht.“ Die Wettervorhersagen hatten es bereits vermuten lassen. Auch im vierten Jahr der „Eiswette“ war keine ausreichend dicke Eisschicht auf dem Wasser im Hafenbecken der Marina.

Der Test mit dem Paddel war daher nur eine reine Formalie. Denn Eis war, anders als noch 2017, weit und breit nicht in Sicht. Hafenmeisterin Ute Höfelmeyer durfte also direkt mit Michael Kleine-Heitmeyer und Jan Weitkamp vom ausrichtenden Wirtschafts-Beirat in ein Kanu einsteigen. „Die Frage ist, was ist sicherer: Der Versuch, über das Wasser zu laufen oder mit den beiden in einem Kanu zu sitzen?“, scherzte Bönnschen. Nach einer kurzen Rundfahrt durch das Hafenbecken kehrte das Trio aber sicher an Land zurück.

Gewinner aus dem grünen Lostopf

„Ich hatte diesmal keine große Sorge, über Eis gehen zu müssen. Letztes Jahr war das noch anders, da war ich am Samstag hier, und es war eine relativ dicke, geschlossene Eisschicht auf dem Wasser. In der Nacht zu Sonntag hatte sich diese aber noch gelöst“, sagte Ute Höfelmeyer. Die Hafenmeisterin spielt eine zentrale Rolle im Rahmen der Eiswette: Wenn sie trockenen Fußes über das Hafenbecken gehen kann, werden Gewinner aus dem blauen Lostopf gezogen. Wer dagegen im Vorfeld ein grünes Los erwirbt, spekuliert darauf, dass das Hafenbecken am ersten Sonntag des Jahres nicht zugefroren ist. „Wir haben circa 250 Lose verkauft. Etwa zwei Drittel haben auch richtig getippt, dass das Wasser geiht“, so Jens Strebe. Trotzdem hatte eine Besitzerin eines blauen Loses Glück: Sie bekam ein Schollenfilet auf Eis. „Die erste Eis-Scholle des Jahres“, merkte Strebe an.

Unter den rund 150 Besuchern an der Marina wurden zehn Preise verlost. Gezogen wurden nur Nummern aus dem grünen Lostopf. Sieben erhielten einen Einkaufsgutschein der örtlichen Werbegemeinschaft in Höhe von zwölf Euro. 36 Euro in Gutscheinen gab es für den dritten, 72 Euro für den zweiten Platz. Alexa Kesseböhmer freute sich über den Hauptgewinn in Höhe von 144 Euro.

Maritime Unterhaltung

Unter den Gästen war wieder einmal „Ideengeber“ Günter Harmeyer. Der ehemalige Gemeindebürgermeister hatte die Eiswette vor vier Jahren ins Leben gerufen. Auch sein Nachfolger Timo Natemeyer und Michael Weßler als stellvertretender Landrat waren unter den Zuschauern. Für maritime Unterhaltung mit dem Akkordeon hatte Martin Gehrmann alias „Martin Beaujolais“ gesorgt. Der Reinerlös der Eiswette kommt wie üblich der Bürgerstiftung Bad Essen zugute.


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