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Regeneratives Konzept der Firma Depenbrock Vorzeigemodell: Energie geht in den Betonspeicher

Von PM. | 07.02.2019, 19:00 Uhr

Energie zum Speichern, Strom aus Eigenerzeugung, besonders schonende Kühlungen – was die Firma Depenbrock im Stemweder Ortsteil Arrenkamp derzeit alles installiert und plant, hat einer Mitteilung zufolge bundesweiten Modellcharakter.

Die Anlage gilt als „grüner Standort“, der ganz auf regenerative Konzepte setzt. Nicht nur, aber auch, beim Bürogebäude von Depenbrock Bau in Stemwede wird voll auf regenerative Energien gesetzt. So wird es über die moderne Wärmepumpenanlage mit Energie aus dem Erdreich beheizt und gekühlt.

Auch die Kälte kommt aus der Natur

Die besondere Herausforderung bestand in der Errichtung der unterhalb des Kellergeschosses des Gebäudes angeordneten Geothermie-Bohrungen. Hier wurden 24 Sonden jeweils 99 Meter tief im Erdreich platziert. Auch im Bereich der Kälteversorgung geht Depenbrock der Mitteilung zufolge neue Wege: Das Kaltwassernetz wird nicht wie üblich mit Vorlauftemperaturen zwischen sechs Grad und acht Grad Celsius, sondern mit Vorlauftemperaturen zwischen 14 Grad und 15 Grad Celsius betrieben. Dadurch ist es gelungen, eine Bürofläche von rund 2800 Quadratmetern ausschließlich über ohnehin vorhandene Kälte aus dem Erdreich und ohne zusätzliche elektrisch betriebene Kältemaschinen zu kühlen („Natural Cooling“).

Überschüssige Energie geht in den Betonspeicher

In der neuen Kommissionierhalle wird ebenfalls eine Geothermieanlage errichtet. Neben der freien Kühlung (120 Kilowatt) gibt es auch hier die Möglichkeit, über eine der Wärmepumpen 95 Kilowatt an Kälte mechanisch zu erzeugen. In der derzeit im Bau befindlichen Erweiterung des Bürogebäudes wird eine Wärmepumpenanlage installiert und in der Halle für Baustellengeräte soll die aus Sonne, Luft sowie dem Erdreich gewonnene Energie in einem unterirdischen Betonbehälter in einer Größe von rund 500 Kubikmeter eingelagert werden und dann der angeschlossenen Wasser-Wasser-Wärmepumpe für Heiz- und Kühlzwecke zur Verfügung stehen.

Auf dem Dach: Solar- und Photovoltaiksysteme

Die Regeneration beziehungsweise Aufwärmung des Speichers erfolgt in erster Linie über Solaranlagen, die sich auf dem Dach des Gebäudes befinden. Diese werden für die Eigenstromerzeugung von einer Photovoltaikanlage überbaut. Weitere Anlagen stehen inzwischen auf den Dächern der großen Hallen, auch hier kann die nicht sofort selbst nutzbare Energie zwischengespeichert werden. Außerdem geplant: Eine intelligente Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge.