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Räuberische Epressung Das Opfer zur Tankstelle nach Wehrendorf gelockt

Von PM | 01.09.2019, 17:53 Uhr

Die Polizei hat jetzt zwei räuberische Erpressungen aufgeklärt, die bereits am 10. August in Damme und Wehrendorf verübt wurden. Es wurden drei Tatverdächtige ermittelt, wobei gegen einen Heranwachsenden Untersuchungshaft angeordnet worden ist.

Am 10. August war es um 0.25 Uhr zu einer räuberischen Erpressung gegen einen 18-jährigen jungen Mann aus Hunteburg gekommen. Hintergrund soll der angebliche Verlust einer Tasche mit Drogen und Bargeld gewesen sein.

Daher wurde das Opfer durch einen ebenfalls 18 Jahre alten Mann aus Steinfelder im Kreis Vechta, dem die Tasche ursprünglich gehören sollte, dazu erpresst, ihm den Wert der Drogen zu ersetzen, was es auch tat. Am selben Tag wurde das Opfer dann nach Angaben der Behörde gegen 23 Uhr unter einem Vorwand zu einer Tankstelle nach Wehrendorf gelockt. Hier wurde er vom Steinfelder und von einem 17-jährigen Mittäter aus Lohne massiv mit Schlägen und Tritten, auch gegen den Kopf, traktiert, um noch mehr Geld zu erlangen.

Zudem nahmen die Täter auch einen Schlüsselbund an sich. Das Opfer konnte sich aus der Situation befreien und flüchten. Die Tatverdächtigen verließen den Tatort mit einem Pkw, der wiederum von einem 18-Jährigen aus Holdorf gefahren wurde. Durch unverzüglich eingeleitete, intensive Ermittlungen gelang es der Polizei, alle Tatverdächtigen zeitnah zu identifizieren.

Haftbefehl lag vor

Hierbei stellte sich heraus, dass gegen den 18-jährigen Verdächtigen aus Steinfeld bereits beim Amtsgericht in Vechta ein Haftbefehl vorbereitet wurde, da er einschlägig in anderer Sache vorbestraft ist. In Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Oldenburg und dem Amtsgericht Vechta wurde die Ausstellung eines Haftbefehls beschleunigt, so dass der Steinfelder am 14. August festgenommen werden konnte. Hierbei konnte der geraubte Schlüssel sichergestellt werden.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg wurde der Heranwachsende dem Amtsgericht Vechta vorgeführt, das die Untersuchungshaft wegen Wiederholungsgefahr anordnete. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Die beiden Mittäter sagten umfangreich aus. Der Lohner ist der Polizei aus vorangegangenen Straftaten bekannt, der Holdorfer bislang polizeilich noch nicht aufgefallen.

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