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50-Jahr-Feier am alten Bahnhof Ohne den Verein wäre Wehrendorf nicht denkbar

Von Rainer Westendorf | 01.09.2019, 20:28 Uhr

Der Naturschutz- und Verschönerungsverein Wehrendorf feiert Geburtstag. Der Verein blickt auf sein 50-jähriges Bestehen zurück. Anlass, um am Sonntag eine Feierstunde für die Mitglieder und die Wehrendorfer Bürger am alten Bahnhof im Ort zu veranstalten.

Der Bahnhof, der 2013 übrigens 100 Jahre alt wurde, ist inzwischen so etwas wie die Heimat für den Verein geworden. Hier finden regelmäßig Klöntreffs für die Wehrendorfer statt. Und der Verein kümmert sich im Instandhaltung und Pflege von Gebäude und Grundstück. Im Bahnhof war am Sonntag eine Ausstellung zur Geschichte des Naturschutz- und Verschönerungsvereins aufgebaut.

Der Dank des 1. Vorsitzenden Ralf Ottinger galt denn auch der VLO, der der Bahnhof gehört. Zur Feier konnte Ottinger Vertreter der Wehrendorfer Vereine und der Ortsfeuerwehr, Vertreter der Verschönerungsvereine aus der Gemeine Bad Essen, Gäste aus Orts- und Gemeinderat sowie vom Wiehengebirgsverband und vom Heimatbund Osnabrücker Land begrüßen.

Gründungsmitglieder

Zu den Gründungsmitgliedern des Vereins zählten Richard Jäger, 1. Vorsitzender von 1969 bis 1977 sowie Karl-Heinz Walkenhorst, 2. Vorsitzender von 1969 bis 1982. Mehr als 20 Jahre lang war Herbert Graf , der gast der Veranstaltung war, Vereinsvorsitzender. Seit gut 15 Jahren führt Ottinger den NVV.

"Der Verein engagiert sich seit 50 Jahren in vorbildlicher Weise für die Ortschaft", sagte Gemeindebürgermeister Timo Natemeyer. Und er könne das hoffentlich auch in den kommenden Jahren fortsetzen. "Wehrendorf braucht Euch", betonte auch Ortsbürgermeister Torsten Bühning. So organisiert der NVV seit vielen die jährlichen Seniorennachmittag der Ortschaft. Der NVV gibt seit mehr als 30 Jahren den Heimatkalender heraus. Der Verein kümmert sich um Schutzhütten und Wanderwege.

Tradition der Schnatgänge

Alle zwei Jahre organisiert er zudem einen Dorfabend mit plattdeutschem Theaterstück. Ausflüge gehören ebenso zu den Aktivitäten. Der Naturschutz- und Verschönerungsverein hat die Schulchronik erstellt und unter anderem die Tradition der Schnatgänge wieder belebt. Kurzum: ohne den Verein und dessen ehrenamtliches Engagement wäre Wehrendorf nicht vorstellbar.

"Die Wehrendorfer gehören zu den Pionieren der zweiten Gründungswelle der Verschönerungsvereine", merkte Jürgen Eberhard Niewede, Vorsitzender Heimatbundes Osnabrücker Land, an. Er spielte damit auf die Gebietsreform 1972 an, als ehemals selbstständige Kommune wie Wehrendorf ihre politische Eigenständigkeit verloren. "Wir bleiben Wehrendorf", das sei die Botschaft damals gewesen.

Gegründet wurde der Verein in der Tat als Verschönerungsverein. Der Zusatz "Naturschutz" kam einige Jahre später dazu. Und er sei natürlich auch Programm, wie Ulrich Gövert, Präsident des Wiehengebirgsverbandes, hervor hob. Er überreicht die Jubiläumsurkunde an Ralf Ottinger. "Wir nehmen uns mehr, als uns zusteht", sagte Gövert in Bezug auf die Diskussion um den Klimawandel. Der Schutz der Ressourcen und ein verantwortungsvoller Umgang mit der Erde seien wichtige Anliegen der Vereine.

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