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Stadt tauscht 140 Lampen aus Laternen in Quakenbrück dank LED auf Sparflamme

Von Christian Geers | 18.07.2014, 19:14 Uhr

Die Stadt Quakenbrück rüstet zurzeit weitere Teile ihrer Straßenbeleuchtung derzeit auf LED-Technik um und zieht damit echte Stromfresser aus dem Verkehr. 100000 Euro stehen dafür im Haushalt 2014 bereit. 20 Prozent der Kosten bekommt die Burgmannstadt vom Bundesumweltministerium erstattet.

Statt der herkömmlichen Gasentladungslampen – den sogenannten Quecksilberdampflampen – sollen künftig Licht emittierende Halbleiterdioden (LED) für Helligkeit in Quakenbrücks Gassen und Straßen sorgen. Der Vorteil dieser Umrüstungsaktion liegt auf der Hand: Gegenüber den Quecksilberdampflampen verbrauchen moderne LED-Lampen bis zu 70 Prozent weniger Strom. LED-„Birnen“ zeichnen sich durch eine wesentlich höhere Lebensdauer aus: Quecksilberdampflampen bringen es auf 12000 Betriebsstunden, die moderne LED-Lampe auf mehr als 50000 Stunden.

In den vergangenen Wochen hat eine Firma sich in der Altstadt jede Straßenlaterne vorgenommen und 140 Leuchtenköpfe ausgetauscht. Monteure schraubten die Pilzleuchte mit dem charakteristischen Milchglas ab und ersetzten sie durch Leuchtköpfe mit Klarglas. Das ist auch schon der einzige Unterschied. „An der Beleuchtungsstärke ändert sich nichts“, sagt Klaus Robken vom städtischen Bauamt. Die alten Quecksilberdampflampen verbrauchten 90 Watt, die neue LED-Technik nur 42 Watt, wobei ab 22 Uhr eine Nachtabsenkung auf 20 Watt eingestellt wurde.

Mit der Umrüstung ihrer Straßenbeleuchtung verfolgt die Stadtverwaltung zwei Ziele: Zum einen möchte sie Strom sparen bei ihrer Beleuchtung und damit weniger CO2 produzieren. Zum anderen gibt es Handlungsbedarf, weil die alten Straßenlaternen mit Quecksilberdampflampen ab 2015 nicht mehr verwendet werden dürfen (siehe Infobox). Etwa 30000 Kilowattstunden (kWh) Strom spart die Stadt pro Jahr ein, wenn demnächst in den 140 Laternen moderne LED-Technik angeknipst wird. „Zusammen mit den vorherigen beiden Austauschprojekten verringert sich der Stromverbrauch bei der Straßenbeleuchtung um rund 139000 Kilowattstunden“, rechnet Robken vor.

Doch die Rechnung hat leider nicht das gewünschte Ergebnis, denn in absoluten Zahlen wird kaum Geld eingespart. Verantwortlich dafür sind der ständig steigende Strompreis und die Stadt Quakenbrück selbst. Denn die Anzahl ihrer Laternen steigt, wenn zum Beispiel neue Wohngebiete ausgewiesen werden. „So verpufft der finanzielle Einspareffekt fast gänzlich“, sagt der Stadtmitarbeiter. Die Umrüstung auf energiesparende Leuchtentechnik hält Klaus Robken aber für unverzichtbar, „um die jährlichen Stromkosten zumindest konstant zu halten“. 2014 rechnet die Stadt mit Kosten von 120000 Euro.

Für die Umrüstung der Laternen hat die Verwaltung im laufenden Jahr 100000 Euro eingeplant. Ein Fünftel dieser Investition erhält sie vom Bundesumweltministerium erstattet, das wiederum den Projektträger Jülich mit der Abwicklung des Zuschussantrages beauftragt hat.