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Spaß auf Augenhöhe Integrationsprojekt in Quakenbrücker Familienzentren

Von Alexandra Lüders, Alexandra Lüders | 28.02.2017, 19:02 Uhr

In den Familienzentren Bethanien und St. Marien ist das Integrationsprojekt „Join“ angelaufen.

Teilnehmer sind Flüchtlingsfamilien und einheimische Familien, die im Tandemsystem an fünf Nachmittagen aufeinander- treffen. Bei gemeinsamen Spielen, beim Kochen, Essen und bei Gesprächen lernen sie sich über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg kennen. Auch bei gemeinsamen Unternehmungen entstehen Kontakte und Beziehungen mit der Zielvorstellung von guter Nachbarschaft und gegenseitiger Unterstützung.

Begleitung für Eltern und Kinder

Das Projekt wird durch Aktion Mensch, Praepaed e.V. und die Stadtstiftung Quakenbrück „Bürger für ihre Stadt“ gefördert und in je drei Durchläufen angeboten. Ehrenamtliche und hauptamtliche Referentinnen begleiten Eltern und Kinder, bis sich Nachbarschaften und gute Kontakte gebildet haben.

Viele Bausteine

„Wir haben hier zusammen viel Spaß auf Augenhöhe“, berichten Martina Gastaudo und Anke Koste. Ein Kurs umfasse viele Bausteine wie zusammen einkaufen, ein gemeinsames Essen planen und sich über Möglichkeiten in der Region austauschen. Dabei gebe es Kinder- und Elternzeiten mit verschiedenen Schwerpunkten, in denen am Familientisch gespielt oder im Gruppenraum Aktionen oder Lieder angeboten würden. „Die Verständigung ist super, weil alle schon einen ersten Deutschkurs hinter sich haben. Die Spiele sind teilweise nonverbal, und wir arbeiten auch mit Fotos und Bildern“, freut sich Gastaudo über die guten Ansätze.

Initiatoren melden gute Fortschritte

Dass das Projekt an acht verschiedenen Standorten in Deutschland angeboten wird und in Münster schon sehr gute Erfolge gezeigt hat, berichtet die Osnabrücker Koordinatorin Sabine Schmidt von der Katholischen Familien-Bildungsstätte (Fabi). Sie organisiert das „Join“-Projekt für Quakenbrück und Oesede. Die Kurse werden von Referentinnen aus den Familienzentren mit Vorerfahrung im Bereich FuN – Familie und Nachbarschaft – (Konzept des Praepaed) und vielen Ehrenamtlichen, die in der Organisation und Nachhaltigkeit der Kurse eine große Rolle spielen.

Freiwillige gesucht

Wie Gastaudo hervorhebt, werden auch in Quakenbrück noch Freiwillige gesucht, die die Familien zu den Kursen abholen, mit ihnen einkaufen gehen, gemeinsam kochen, ein Nachtreffen organisieren und die Familien während der Kurse bestärken. Normalerweise fänden pro Standort sechs Durchläufe in einer Institution statt. Um beide Quakenbrücker Familienzentren an dem Angebot teilhaben zu lassen, hat Schmidt den Kurs in je drei Durchläufe geteilt.