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Projekt: Die Schulfamilie ist bunt Artland-Gymnasium ist international und weltoffen

Von PM. | 08.02.2017, 12:31 Uhr

In der Unterrichtsreihe zum Thema „It’s okay to be different“ beschäftigten sich die 22 Schüler des fünften und sechsten Jahrgangs des Artland-Gymnasiums Quakenbrück (AGQ) im Fach Werte und Normen – dem niedersächsischen Ersatzfach für den christlichen Religionsunterricht – mit der Situation von Fremden und Flüchtlingen in Deutschland.

Da in dieser Lerngruppe sehr viele Kinder mit Migrationshintergrund sind, entwickelte sich daraus das Interesse, sich einmal damit zu beschäftigen, aus welchen Nationen die Schüler, die neben den deutschen Kindern und Jugendlichen das Artland-Gymnasium besuchen, und ihre Eltern stammen. Fachlehrerin Annette Raue besorgte die notwendigen Daten aus dem Schulsekretariat, und anhand des Schülerverzeichnisses konnte schnell festgestellt werden, dass es derzeit am AGQ – neben den deutschen Schülern – viele Kinder und Jugendliche gibt, die selbst oder deren Familien aus 24 verschiedenen Nationen stammen. Neben den europäischen und den Nahost-Staaten sind Herkunftsländer wie Vietnam, Argentinien, Kuba und Togo als Herkunftsländer zu finden.

Besonderheiten in spannenden Vorträgen vorgestellt

Eifrig ging es an die Arbeit. Während des Projektes beschäftigten sich die Schüler des Artland-Gymnasiums Quakenbrück mit den Herkunftsländern, erstellten Informationsplakate zu den Herkunftsländern und bereiteten interessante Vorträge zu den Besonderheiten dieser Länder vor. Darüber hinaus befragten sie ihre Mitschüler, wie denn das Verhältnis zwischen deutschen und nichtdeutschen Schülern eingeschätzt werde und ob es Probleme im gemeinsamen Umgang gebe.

„Schüler des Artland-Gymnasiums halten zusammen“

Meistens bekamen sie dabei zu hören, dass es keinerlei besondere Streitigkeiten oder Missverständnisse wegen der unterschiedlichen Herkunftsländer gebe. Im Gegenteil, mehrfach wurde betont, dass sich die Schüler mit Migrationshintergrund und auch die Austauschschüler in der AGQ-Familie sehr wohlfühlten und von den deutschen Mitschülern häufig gut unterstützt fühlten. „Die Schülerinnen und Schüler des Artland-Gymnasiums machen keine Unterschiede aufgrund von Sprache, Hautfarbe oder Religion – sie halten zusammen“, fasste Annette Raue die Ergebnisse der Erfahrungsberichte zusammen. Natürlich gebe es gelegentlich normale Unstimmigkeiten und Konflikte untereinander, jedoch hätten diese meist nichts mit der Herkunft der Beteiligten zu tun.

„Zum Abschluss ein Welt-Buffet“

Zu Abschluss des Projektes feierten die Schüler ein kleines Fest, zu dem sie selbst gekochte Speisen und besondere Leckereien aus den Heimatländern ihrer Familien mitbrachten. Zu dieser Feier mit dem „Welt-Buffet“ luden die Schüler auch Schulleiter Stephan Keppler ein, der sich sehr interessiert an den Ergebnissen des Projektes zeigte. Er betonte, wie wichtig das Kennenlernen anderer Kulturen und ein gutes Miteinander am Artland-Gymnasium Quakenbrück seien.