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Der Bambuswald von Maria Kudella Nortruper Gartentour bietet auch einen Hauch von Exotik

Von Alexandra Lüders | 02.06.2019, 12:04 Uhr

Alle zwei Jahre öffnen Nortruper Gartenbesitzer ihre Gärten für einen Sonntag anlässlich der Gartentour. Die nächste Gelegenheit bietet sich am Sonntag,16. Juni 2019, von 10 bis 18 Uhr.

Die gute Resonanz der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass das Konzept aufgeht: Mit dem Fahrrad oder dem Auto haben mehr als 1200 Menschen die Gärten, grünen Betriebe und Gastronomie erkundet. Seit vielen Jahren präsentiert auch Maria Kudella ihren Garten, der viele exotische Pflanzen beheimatet. Dazu zählen rund 20 verschiedene Bambussorten in den Farben gelb, schwarz und grün, die seit fast 20 Jahren in dem Nortruper Garten wachsen und gedeihen. Dieser grasartigen Pflanze ist Kudella auf ihren Weltreisen im feuchtwarmen Klima Brasiliens begegnet. Für die Gartentour hat sie mit ihren Töchtern Laura und Leonica und deren Freunden gemeinsam einen Bambuswaldweg angelegt, den man auf meditative Weise erleben kann.

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Ruhebank zum Verweilen

„Wir haben Seitenbegrenzungen mit Naturmaterial aus dem eigenen Garten gezogen. Die Stangen haben wir mit Sisalband vertikal und horizontal miteinander verbunden. Es gibt eine Ruhebank zum Verweilen und eine Schaukel. Ein katzensicheres Vogelhaus schaukelt zwischen den Bambusstäben“, verweist die 62-Jährige auf die Neuheiten. Wer langsam hindurch wandert, lauscht dem leisen Klacken der hohen Stäbe und das Rauschen in den Wipfeln. Ein Klangkörper im asiatischen Stil macht Musik, die der Wind darauf spielt.

Drachenskulptur statt Sommerblumen

Tafeln informieren über den Bambuswald, dessen dickste Stange 21 Zentimeter misst. Bei einem Rundgang fallen weitere florale Raritäten ins Auge: ein immergrüner Urwaldmammutbaum, eine chilenische Araukarie, eine japanische Aralie (Angelikabaum) und Feigenbäume, die jedes Jahr Früchte tragen. Maria Kudellas ganzer Stolz sind der Reispapierbaum, das große Sukkulentenbeet, die Eukalyptuspflanzen sowie der fächerige Seidenbaum. Im vorderen Eingangsbereich hat sie alles umgestaltet, um die lange Sichtachse im Garten zu betonen. Die Beete mit den vielen Sommerblumen sind einer großen Drachenskulptur und einer Feuerstelle aus Natursteinen gewichen. Im Gewächshaus blühen ein alter Oleander und 30 Jahre alte Agaven – der Traum eines jeden Gartenfans. Am Tag der Gartentour plant Laura Kudella eine Vorstellung mit ihren Poi-Bällen.

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