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Neues Schulflugzeug „Drachenritt“ über Quakenbrück

31.07.2014, 16:04 Uhr

ben Quakenbrück. Der Luftsportverein Quakenbrück (LSVQ) hat ein neues Segelflugzeug eingeweiht und in Betrieb genommen. Die Flugzeugtaufe übernahm Bürgermeister Claus Peter Poppe, der in Anlehnung an eine Schiffstaufe das Cockpit des „Artland Drachen“ mit einem Schuss aus der Sektflasche „taufte“ und anschließend als erster Fluggast einen Rundflug über Quakenbrück im neuen Segelflugzeug erlebte, das von Ausbildungsleiter Michael Brockschmidt geflogen wurde.

Das „Artland Drache“ getaufte doppelsitzige Segelflugzeug vom Typ „ASK 21“ , gefertigt von Alexander Schleicher Segelflugzeugbau, dient nun dem Luftsportverein Quakenbrück als Schulflugzeug für die Anfängerschulung, aber auch für Rundflüge und zum doppelsitzigen Überlandfliegen.

„Die Maschine wurde im April von uns fabrikneu erworben und ersetzt unseren alten Kunststoffdoppelsitzer vom Typ Grob Twin II, der bereits gute 25 Jahre alt war und im Frühjahr verkauft worden ist;“ berichtet der stellvertretende Vereinsvorsitzende Henry Bittner. „Das neue Segelflugzeug verfügt über äußerst gutmütige Flugeigenschaften, ist leicht zu fliegen und daher bestens für die Schulung geeignet.“

Segelfliegen sei ein Teamsport, denn zahlreiche Personen seien nötig, um einen Flugbetrieb auf die Beine zu stellen und Segelflugzeuge, die ohne jeden Motor fliegen, in die Luft zu bringen. Gestartet wird das Segelflugzeug in der Regel an einer Seilwinde, die über ein rund 1000 Meter langes Stahlseil verfügt und das Flugzeug damit mit etwa 100 Stundenkilometern auf eine Ausklinkhöhe von 300 bis 500 Metern befördert.

In dieser Höhe kann der Pilot entweder abgleiten oder bei einer günstigen Wetterlage thermische Aufwinde nutzen, um an Höhe zu gewinnen und längere Strecken zu fliegen. „Flugstrecken von mehreren hundert Kilometern sind von Quakenbrück aus möglich,“ betont Michael Brockschmidt. Durch den Aufwind erreicht das Segelflugzeug eine Höhe, von der aus der Pilot sich weiter treiben lassen und wie ein Vogel durch die Lüfte gleiten kann.

Die Segelflugausbildung kann man bereits mit 14 Jahren beginnen. Um eine Fluglizenz zu erhalten, muss der Flugschüler aber mindestens 16 Jahre alt sein. Derzeit werden in Quakenbrück sieben Flugschüler zwischen 15 und 50 Jahren ausgebildet.

Der LSVQ hat gut 70 Mitglieder im Alter zwischen 14 und über 80 Jahren. Der Verein unterhält zurzeit vier eigene Segelflugzeuge, einen Motorsegler und ein Ultraleichtflugzeug. Daneben sind auch noch einige private Segelflugzeuge auf dem Flugplatz Quakenbrück stationiert. „Interessierte Personen können bei uns eine Segelflugausbildung absolvieren, oder aber auch lediglich einen Rundflug mit dem Segelflugzeug, dem Motorsegler, oder dem Ultraleichtflugzeug unternehmen,“ informiert Henry Bittner. „Wir fliegen meistens an Wochenenden und Feiertagen – halbwegs gutes Wetter vorausgesetzt.“