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Kommune gibt Hinweise zum Umgang Eichenprozessionsspinner: Heftiger Befall auch im Artland

Von Christian Geers | 09.06.2018, 13:28 Uhr

Der Eichenprozessionsspinner entwickelt sich auch in der Samtgemeinde Artland zu einer Plage. Die Kommune hat angesichts der ungewöhnlich starken Belastungen einige Informationen für die Bürger zusammengestellt. Sie klärt auf, wer wann für eine Beseitigung der giftigen Raupen zuständig ist.

„Witterungsbedingt haben wir es in der Samtgemeinde Artland in diesem Jahr mit einem ungewöhnlich starken Befall zu tun“, sagt Franz-Georg Gramann, Sprecher der Samtgemeinde, auf Anfrag unserer Redaktion. Betroffen seien alle Mitgliedsgemeinden, besonder aber häuften sich die Meldungen von Nestern mit den giftigen Raupen in Badbergen, Menslage und Nortrup.

Auf privatem Grund ist Eigentümer zuständig

Für die Beseitigung des Eichenprozessionsspinners gilt nach Angaben des Sprechers folgender Grundsatz: Auf privatem Grund und Boden ist der Grundstückseigentümer verantwortlich. Es werde empfohlen, einen Schädlingsbekämpfer zu beauftragen. „Aber der Eigentümer darf selbst entscheiden, ob er das Nest entfernen lässt. Es sei denn, das Grundstück befindet sich an einer sensiblen Stelle“, so Gramann.

Gemeinden beauftragten Schädlingsbekämpfer

Bei einem Fund auf öffentlichem Grund „ist die Gemeinde verantwortlich, in deren Eigentum sich das Grundstück befindet“. Allerdings: Aufgrund der starken Ausbreitung sei es nicht möglich, jeden Baum vom Eichenprozessionsspinner zu befreien. In jedem Fall aber werde ein Schädlingsbekämpfer beauftragt, wenn sich die Stelle an sensiblen Bereichen befinde. „Dazu gehören öffentliche Einrichtungen wie Spielplätze, Schulen, Kindergärten und Bushaltestellen, weil hier Menschen gefährdet sein könnten“, so der Samtgemeinde-Sprecher. Andere Bereiche würden mit Warnhinweisen versehen.

Direkten Kontakt vermeiden

Die Samtgemeinde weist darauf hin, den direkten Kontakt mit befallenen Eichen zu meiden und vor allem nicht selbst tätig zu werden. Bürger sollten Vorsicht walten lassen und sich nicht unnötig an betroffenen Stellen aufhalten, außerdem Kinder auf dieses Thema aufmerksam machen, damit diese nicht aus Neugierde die Nester anfassten. Die Härchen der Raupen enthalten ein Nesselgift, das bei Kontakt mit der Haut Reizungen unterschiedlichen Ausmaßes auslösen kann.

 Fragen zum Thema Eichenprozessionsspinner: Samtgemeinde Artland, Telefon 05431/182142 (Klaus Overbeck), und Telefon 05431/182140 (Svenja Ostendorf).Informationen im Internet: www.artland.de

Auch in anderen Teilen des Altkreises Bersenbrück breitet sich der Eichenprozessionsspinner aus. Fällen wurden in den vergangenen Tagen unter anderem aus der Samtgemeinde Neuenkirchen und der Stadt Bramsche gemeldet.