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Heimatverein macht es spannend „Menslager Hefte“ mit Programm 2016/17

Von Albert Schmidt | 29.12.2015, 12:59 Uhr

29 Jahre spannende Historie, Steigerung der Auflage von 180 auf 700 Exemplare, erstmals komplett in Farbe: welcher Verein vermag bei Publikationen mit solchen Fakten aufzuwarten ? Der Heimatverein Menslage kann es. „Ende 2016 werden wir 30 Ausgaben der Menslager Hefte erreicht haben, das sind 30 Jahre Kirchspielchronik“ berichtet Jürgen Schwietert nicht ohne Stolz.

Bei einem Treffen im Heimathaus wurde betont: „Wir möchten mit der Herausgabe in Zukunft noch mehr jüngere Menschen ansprechen.“ Die „Menslager Hefte“ werden von Ehrenamtlichen im Dorf verteilt, gehen aber auch an Mitglieder „in aller Welt“, zum Beispiel nach Holland.

Der rührige Vorstand hat sich nicht nur Heimat- und Familienforschung auf seine Fahnen geschrieben, er bot 2015 plattdeutsche Gesprächskreise, Fahrrad- und Bustouren an, unter anderem nach Lüneburg, nicht zu vergessen den hervorragend besuchten Heimatabend. Und das alles zu einem Jahresbeitrag von nur zwölf Euro.

Eine interessante Chronik des Kirchspiels 2014/15 von Birgit Kurz, Presse-Ausschnitte, Stromtrassenverlauf, Eisvogel-Neuansiedlung, „Spinnkreis Menslage“ oder „Trafofreunde Hahnenmoor“, Beiträge von Lübbert zur Borg und Tochter Katrin, die fesselnd ihre Kind- und Schulzeit nahe der Baggerkuhle schildert, Geschichten auf Plattdeutsch wie „Winterdag up’n Lande“ oder „Visiten up’n Hoff“ von Annegret Fehrlage, die Hefte reizen selbst Nicht-Menslager zum Stöbern.

Günter Wilbers erinnert sich an Kriegsgefechte im Raum Menslage Mitte April 1945. „Kleine Weisheiten und dumpfe Sprüche aus Poesiealben 1939“ von Ulrike Laging oder die eher düstere Vision eines „Narrenschiffs“ von Johann Meyer, die Autoren nehmen kein Blatt vor den Mund. Vorgestellt wird auch das Veranstaltungsprogramm 2016/17 des Heimatvereins und des Kreisheimatbundes Bersenbrück (KHBB). Gäste sind stets herzlich willkommen.

„Da kann man einfach nicht von lassen, das ist zu spannend“, gibt Jürgen Schwietert zu und hofft, weitere Mitstreiter zu überzeugen. „Ich glaube, wir haben da den richtigen Mann am richtigen Platz,“ bedankte sich Ehrenmitglied Günter Wilbers stellvertretend für alle bei dem Schriftführer.