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Gruppe SPD/Grüne dagegen Badberger Ratsmehrheit setzt Arbeitskreis Sporthalle durch

Von Christian Geers | 26.06.2018, 17:04 Uhr

Bei der Sanierung der Sporthalle in Badbergen sollen die Wünsche der Schule sowie der Sportvereine berücksichtigt werden. Die CDU/FDP/UWG-Mehrheit hat dazu im Gemeinderat einen Arbeitskreis durchgesetzt. Die Gruppe SPD/Grüne lehnt das Gremium ab.

Die Initiative zur Gründung eines Arbeitskreises „zur Erstellung eines Sporthallenkonzeptes“ – so die wörtliche Bezeichnung – war von der CDU/FDP-Gruppe ausgegangen. Sprecherin Katherina Bußmeyer (CDU) sah darin eine Gelegenheit und eine Chance, Anregungen bei der anstehenden Sanierung zu geben, mit der die Samtgemeinde Artland 2019 beginnen wolle.

CDU/FDP: Mit Schule und Vereinen Ideen entwickeln

„Wir können im Dialog mit Schule und Vereinen und den Bürgern erarbeiten, wie die sich eine Sanierung vorstellen“, erläuterte sie in der Ratssitzung am Montagabend. Sie sei sich bewusst, dass das eine Aufgabe der Samtgemeinde sei, aber „es ist sicher gut, wenn wir frühzeitig zuarbeiten und das Gespräch suchen“. Die CDU sei gerne bereit, dafür Zeit in einen Arbeitskreis zu investieren. Dieser soll laut CDU/FDP-Vorschlag aus vier Ratsmitgliedern bestehen. Bei Bedarf könnten weitere beratende Mitglieder hinzugezogen werden.

Szymanski: Kein Vertrauen in eigene Ratsmitglieder?

„Unsere Bürger sind auch Bürger der Samtgemeinde Artland“, erwiderte Michael Szymanski (SPD). Der Sprecher der Gruppe SPD/Grüne lehnte den Arbeitskreis ab, „weil es eine klare Zuständigkeit der Samtgemeinde gibt“. Sie sei Bauherr, also sei mit ihr auch ein Konzept zu erarbeiten, dafür sei ein Arbeitskreis der Gemeinde Badbergen nicht erforderlich. „Offensichtlich haben CDU und FDP in dieser Frage kein Vertrauen in die eigenen Mitglieder im Samtgemeinderat“, merkte Szymanski an. Die SPD-Fraktion im Artländer Rat werde sich ganz sicher um die Belange der Badberger kümmern, versicherte er.

Meier: Nutzer mit ins Boot holen

Werner Meier (UWG Badbergen) erinnerte an den Neubau der Oberschule Artland in Quakenbrück. Auch dort hätten sich die Samtgemeinde als Bauherr und die Schule als Nutzer im Vorfeld über die künftige Ausstattung ausgetauscht und hart diskutiert. „Wenn wir mit den Nutzern der Sporthalle Ideen sammeln und sie ins Boot holen, haben wir einen gewissen Vorsprung“, argumentierte er und hielt den angedachten Arbeitskreis „für in Ordnung“. Holger Fuchs-Bodde-Gottwald (Bündnis 90/Die Grünen) fand einen Arbeitskreis gut, der aber gehöre in die Hand der Samtgemeinde. Er gehe davon aus, „dass jeder die tollste Halle will“. Mit dem angedachten Arbeitskreis auf Gemeindeebene würden „nur Probleme herbeigeredet“, warnte er.

CDU, FDP und UWG blieben bei ihrer Meinung. Mit neun Jastimmen setzten sie die Gründung gegen SPD und Grüne (fünf Stimmen) durch. Zuvor hatte Michael Szymanski noch gehofft, „dass sich die Mehrheit besinnt“.

Zwei Mitglieder des Arbeitskreises stehen mit Uwe Duchow (UWG) und Katherina Bußmeyer (CDU) fest.