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Floristin aus Leidenschaft Bersenbrückerin Martina Braune liebt Naturmaterial

Von Alexandra Lüders | 19.12.2015, 12:30 Uhr

Martina Braune ist Floristin aus Leidenschaft, die besonders im Advent und zu Weihnachten zum Tragen kommt. Sie fertigt für ihre vier Kinder den Adventsschmuck selbst und dekoriert ihre eigene Wohnung am liebsten mit Naturmaterial, das sie in Wald und Flur findet. Schon von Kindesbeinen an war die heute 53-jährige Bersenbrückerin fasziniert von Holz, weshalb sie eigentlich lieber Tischlerin geworden wäre. Doch in Braune schlummerten noch ganz andere Talente.

Aufgewachsen auf einem Bauernhof in Bad Essen, spielte sie gern im nahe gelegenen Waldstück. Hier gab es so manches zu entdecken, aus dem sich später ein Gesteck für Freunde und Verwandte zaubern ließ. Über den Kontakt zum Waldbesitzer kam Braune zur Floristenausbildung. „Ich habe nicht nur professionell immer gern Adventsdekorationen gemacht. Privat schmückte ich Kindergärten und Schulen meiner Kinder und wurde mit Herzlichkeit belohnt“, erinnert sich Martina Braune, die im Laufe der Jahre ihren eigenen Stil entwickelt hat. Auch Bühnendekos für Weihnachtsmärkte, Autohäuser und Reitturniere haben ihr immer viel Spaß gemacht. „Da brachten die Frauen Blumen aus ihrem Garten, und ich konnte aus dem Vollen schöpfen“, gesteht die Floristin mit dem ansteckenden Lachen.

Traditionelles Rot-Grün im Advent und zu Weihnachten

Selbst wenn sie bei Hitze und Kälte Gräber gestaltet, nimmt sie sich Zeit für tröstende Worte an die Angehörigen, die sich über ihre kreativen Werke freuen. „Ich habe immer mein Bestes gegeben. Aber als ich einen Strauß für einen Heiratsantrag binden sollte, war ich total nervös“, verweist Braune auf einen Mix aus roten Rosen und zarten Blüten, für den sich der Bräutigam später bedankte.

Im Advent und zu Weihnachten bevorzugt die Floristin das traditionelle Rot-Grün. „Das ist ein Muss. Für mich gibt es zu diesem Fest eigentlich nichts anderes. Aber wenn ich durch die Natur wandere, habe ich die Augen immer rechts und links, weil ich im Laden neue Ideen umsetzen möchte: Knorrige Steineichen, biegsame Weinranken, Pilze, Rinden, Birkenstämme und Wurzeln. Der Trend geht immer mehr zu Naturmaterial, das teuer gehandelt wird“, weiß Martina Braune. Die Ansprüche an den Fachhandel seien insgesamt gestiegen. „Ich würde mir wünschen, dass die Menschen wieder mehr selbst machen, als alles fertig zu kaufen“, hofft sie auf verstärkte Eigeninitiative im Rhythmus der Jahreszeiten. Im Umgang mit den Pflanzen erlebe sie Erwachen, Blütezeit, Vergänglichkeit und besinnlichen Ausklang.

Braunes Qualifizierung zur Alltags- und Demenzbegleiterin hat sich ebenso positiv auf ihren Beruf ausgewirkt wie ihr Engagement für Tanzveranstaltungen mit behinderten Menschen.