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Feierliche Zeremonie Tauffest mit Open-Air-Gottesdienst in Quakenbrück

Von Alexandra Lüders | 28.07.2014, 19:00 Uhr

Ein ganz besonders schönes Tauffest erlebten mehr als 100 Besucher des Open-Air-Gottesdienstes im Garten der St.- Petrus-Kirche. Fünf Täuflinge verschiedenen Alters standen im Zentrum der festlichen Zeremonie, die von Pastorin Christina Richter trotz der Wetterkapriolen und anderer Turbulenzen feierlich vollzogen wurde.

Trotz aufwendiger Vorbereitungen durch viele fleißige Helfer aus Gemeinde und Diakonieverein hatten die Akteure dieses außergewöhnlichen Tauffestes etliche Hindernisse zu überwinden. Kurzfristig musste eine musikalische Begleitung auf die Beine gestellt werden, da die Organistin krankheitsbedingt ausfiel.

Dank ihrer spontanen Bandbildung machten die jugendlichen Konfirmandenteamer Johanna Göver, Julian Kramer und Merle Radtke unter der Regie von Jürgen Zimmermann den Gottesdienst zu einem gelungenen Tauffest mit dynamischer Liedbegleitung. Sie animierten die Taufgesellschaft zum Mitsingen und Mitklatschen der beliebten Stücke „Laudato si“ und „Danke für diesen guten Morgen“.

Schon zu Beginn flüchteten die Besucher vor der heißen Sonne teilweise in den Schatten der Bäume und Sträucher, um die Zeremonien und die Darbietungen der Konfirmanden aufmerksam verfolgen zu können.

In ihrer Taufansprache brachte Pastorin Richter die Individualität und theologische Namensbedeutung der einzelnen Kinder einfühlsam zum Ausdruck, segnete sowohl sie als auch ihre Eltern und Paten. Sie erklärte weiterhin die christliche Symbolik des Wassers und des Fisches, der als erstes christliches Glaubensbekenntnis fungiert habe und bis heute als Erkennungszeichen der Christen gelte.

Juan Carlos Munoz Vivar hatte im Vorfeld für jeden Täufling einen Fisch aus Holz mit Namen und Taufdaten hergestellt, den dieser nach dem Tauferinnungsgottesdienst in drei Jahren mit nach Hause nehmen kann. Nach dem Gottesdienst hingen Kinder und Paten die fünf Fische in das neue Netz in der Petruskirche. Dieser Brauch soll zukünftig nach jeder Taufe zelebriert werden, bis das Netz gefüllt ist, informierte Richter.

Das Taufwasser füllten die Konfirmanden anschließend in einzelne kleine Fläschchen und überreichten diese zur Erinnerung an das bedeutsame Ereignis.

Als weiteres Präsent schenkten sie den Täuflingen von ihnen aufgeschriebene und verzierte gute Wünsche. Außer den Taufkerzen gab es seitens der Kirchengemeinde Urkunden, Fensterbilder und Memorys.

Während des Tauffestes spielten die Konfirmanden die biblische Geschichte der Kindersegnung vor dem aufgestellten Altartisch. Eine Besonderheit bildeten die unterschiedlichen Alters- und Entwicklungsstufen der fünf Täuflinge Joshua Finn Buchwitz, Ivana Kauz, Daniel Kloss, Thaliya Sharon Pessoa und Jette Rohde, die in festlicher Kleidung und auf ihre ganz eigene Weise den Taufgottesdienst verfolgten.

„So unterschiedlich unsere Täuflinge auch sind, eins haben sie gemeinsam: Durch die Taufe werden sie heute Gottes Kinder und gehören nun zu unserer Petrusgemeinde, die ein Teil der großen weltweiten evangelischen Kirche sind“, leitete Richter bei Einbruch des überraschenden Gewitterregens zur Kaffeetafel über.

Hier konnte die Tortenschlacht beginnen, nachdem das Helferteam die gedeckten Tische von draußen ins Dietrich-Bonhoeffer-Haus gebracht hatte.

„Trotz der unvorhergesehenen Ereignisse ist es dank zahlreicher Helfer aus der Gemeinde, dem Kirchenvorstand, dem Schützenverein und dem Diakonieverein ein gelungenes Fest geworden. Das umfangreiche Kuchenbuffet war für die vielen Gäste ein wirklicher Gaumenschmaus“, strahlte Christina Richter nach all den Aufregungen.

Am Donnerstag lädt sie alle helfenden Akteure um 17.30 Uhr zum Grillabend vor dem Gemeindehaus ein.

Wie schon im Vorfeld erhofft, bezauberte die Atmosphäre des Open-Air-Gottesdienste Spaziergänger aus dem umliegenden Stadtteil, dem benachbarten Pflegeheim und Krankenhaus. Sie gesellten sich spontan zu der Gemeinschaft dazu und wurden hier auch herzlich willkommen geheißen.