Ein Artikel der Redaktion

Erschließung zweier Abschnitte Quakenbrück will 2017 in neues Baugebiet investieren

Von Christian Geers | 22.02.2017, 17:00 Uhr

Die Stadt Quakenbrück plant, noch in diesem Jahr die ersten Grundstücke im neuen Baugebiet „Hartlage“ zu verkaufen. Voraussetzung für alle Investitionen in die Erschließung des Gebietes ist der Beschluss über den Haushalt 2017. Den will der Stadtrat Anfang März verabschieden.

Die fünf Fraktionen des Stadtrates und die Fachausschüsse beraten zurzeit alle Haushaltsposten und legen damit die Schwerpunkte für das Haushaltsjahr 2017 fest. Rund 1,03 Millionen Euro – so steht es im Entwurf – sind für das neue Baugebiet am nördlichen Stadtrand vorgesehen, diese Zahl hatte die Stadt bereits 2016 in den Etat eingestellt.

Zunächst zwei Bauabschnitte geplant

Bisher plant die Verwaltung, in einem ersten und zweiten Bauabschnitt etwa 80 Parzellen zu erschließen und zum Verkauf anzubieten. Zurzeit werden die Ingenieurleistungen für die Erschließung des Baulandes ausgeschrieben. Das Gebiet wird im Westen durch die Große Mühlenhase, im Süden durch die vorhandene Wohnbebauung, im Osten durch den Hartlager Weg und im Norden durch die geplante Straße zwischen Hartlager Weg und der vorgesehenen Brücke begrenzt. Wie die Verwaltung auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte, sind in diesen Planungen die ganz im Norden gelegene Baustraße, die im Süden angrenzenden Flächen in privatem Eigentum und auch der Bereich östlich des Hartlager Weges bisher nicht berücksichtigt. Sie blieben vorerst unberührt. Auch der Bau der einspurigen Kfz-Brücke über die Große Mühlenhase werde zurzeit „entsprechend der politischen Beschlüsse erst einmal nicht weiterverfolgt“.

Sekundäraue für Hochwasserschutz

Investiert wird in die Baustraße und die Kanalisation, aber auch in die Sekundäraue am Rand des Neubaugebietes. Das hatte der Stadtrat im vergangenen Jahr als zusätzlichen Hochwasserschutz beschlossen. Die Telekommunikationsanbieter hätten zudem angekündigt, im Baugebiet „Hartlage“ voraussichtlich erstmals Glasfaserleitungen bis ins Haus zu verlegen und auf die bisher verwendeten Kupferkabel zu verzichten.

Verkauf erster Bauplätze noch in diesem Jahr?

An Einnahmen, unter anderem durch den Verkauf von Grundstücken, kalkuliert die Verwaltung in einer ersten Schätzung mit rund 850000 Euro. Zwar geht die Verwaltung davon aus, 2017 noch etwa 15 Baugrundstücke verkaufen zu können, doch das sei nur eine vorsichtige Schätzung. Sie stellt außerdem klar, dass sich der Preis pro Quadratmeter nicht aus der genannten Anzahl der Bauplätze und der Summe der Einnahmen herleiten lasse. Es handele sich um eine Schätzung, die noch überprüft und durch den Stadtrat abgesegnet werden müsse. Ein genauer Zeitplan liegt der Stadtverwaltung zurzeit noch nicht vor. „Im Idealfall könnten Ende dieses Jahres die ersten Bauplätze verkauft werden“, hieß es aus dem Rathaus. Das aber setze einen „sehr sportlichen Zeitplan“ voraus.

Große Nachfrage nach Bauland

Die Nachfrage nach Bauplätzen in der Stadt ist ungebrochen groß. Die Stadtverwaltung führt eine Liste, in die sich Interessierte weiter eintragen können. Beim Verkauf städtischer Grundstücke an Häuslebauer hat die Verwaltung stets eine Richtlinie angewendet, die regelte, wer bei der Vergabe zum Zuge kommen sollte.

Bauausschuss unterbreitete Vorschlag für Straßennamen

Unterdessen hat der Ausschuss für Planen und Bauen eine Empfehlung für die künftigen Straßennamen abgegeben. Neben dem Hartlager Weg, der bereits existiert, und der Bürgermeister-Magnus-Straße, die in das Baugebiet fortgeführt werden soll, schlug der Ausschuss vor, bei der Bezeichnung der Straßen die alten Flur- und Katasterbezeichnungen zu berücksichtigen. Sie lauten: Recktors Wiese, Magisters Wiese, Blocks Wiese, Hohenhagen, Mesenhagen, Ernsthagen und Brunshagen.