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Entwurf wird ausgelegt Nortruper Wohnbaugebiet nimmt zwei weitere Hürden

Von Christian Geers | 06.06.2016, 17:00 Uhr

Das geplante Baugebiet „Am Reitbach“ in Nortrup hat aus Sicht der Planer zwei weitere Hürden genommen. Während die Samtgemeinde Artland die dafür erforderliche Änderung des Flächennutzungsplanes (FNP) in Kürze beschließen wird, hat der Gemeinderat Nortrup beschlossen, den Bebauungsplan öffentlich auszulegen.

Zur Erklärung: Die Samtgemeinde Artland, zuständig für die Flächennutzungspläne, hat die Voraussetzungen für die Gemeinde Nortrup geschaffen, damit diese auf einer rund fünf Hektar großen Fläche zwischen Farwickstraße (Kreisstraße 131) und Ankumer Straße (Landesstraße 74) ein Baugebiet ausweisen kann. Im Einzelnen stehen dort nun 1,6 Hektar gemischte Baufläche und 3,6 Hektar Wohnbauland zur Verfügung.

Samtgemeinde Artland ändert Flächennutzungsplan

Wie Frank Wuller, Erster Samtgemeinderat und Fachbereichsleiter für Planen und Bauen in der Artländer Verwaltung, im Bauausschuss des Samtgemeinderates berichtete, hatte es nur Anmerkungen von Behörden gegeben. Einwände von Bürgern gegen das Vorhaben seien nicht eingegangen. Alle anderen Bedenken und Anregungen seien zur Kenntnis genommen oder in der Planung berücksichtigt worden. Einstimmig empfahl der Bauausschuss dem Samtgemeinderat, den Feststellungsbeschluss für die Änderung des Flächennutzungsplanes zu fassen.

Bushaltestelle „Assmann“ wird verlegt

Einstimmig fiel auch das Votum des Nortruper Gemeinderates aus. Der beschloss, nach dem ersten Verfahrensschritt für den Bebauungsplan „Am Reitbach“ nun den zweiten folgen zu lassen. Das bedeutet, dass der vorgelegte Entwurf für das Gebiet nun erneut öffentlich ausgelegt wird. Wieder besteht die Möglichkeit, Eingaben und Anregungen zu machen. Bürger hätten bisher keine Eingaben gemacht, berichtete Matthias Grüß in der Sitzung des Nortruper Rates. Allerdings habe der Landkreis Osnabrück angeregt, die bisher in Höhe der Gaststätte Assmann an der Farwickstraße vorhandene Bushaltestelle wegen der geplanten Zufahrt ins Baugebiet aus Sicherheitsgründen um 80 Meter nach Osten zu verlegen, so der Verwaltungsvertreter. Diese Anregung nahm der Rat auf und beauftragte ein Ingenieurbüro mit den erforderlichen Planungen (wir berichteten).

Nortruper Rat zufrieden mit Festlegungen

Der Bebauungsplan „Am Reitbach“ sieht vor, dass zwischen Farwickstraße und Ankumer Straße 1,6 Hektar als sogenanntes Mischgebiet ausgewiesen werden. Dieser Bereich bezieht sich auf die Flächen entlang der Farwickstraße inklusive des Geländes der früheren Gaststätte Assmann. Weitere 1,5 Hektar stehen als allgemeines Wohngebiet zur Verfügung. Zufrieden mit den erzielten Ergebnissen und den Festlegungen für das Baugebiet, zum Beispiel was die Gestaltung der Häuser angeht, zeigten sich die Ratsmitglieder. Sie votierten einstimmig dafür, den Bebauungsplan öffentlich auszulegen und den nächsten Verfahrensschritt einzuleiten.