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Die Beste ist erst 16 77 Abiturienten am Artland-Gymnasium Quakenbrück

Von Bernard Middendorf, Albert Schmidt | 19.06.2016, 22:30 Uhr

77 junge Menschen schafften das Abitur am Artland-Gymnasium Den Konsul-Penseler-Preis erhielt als Jahrgangsbeste die erst 16-jährige Celina Müller mit einem Abiturdurchschnitt von 1,0.

Nach der Begrüßung durch Schulleiter Manfred Ernst sagte Werner Lager, stellvertretender Landrat: „Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg.“ Er machte sich dafür stark, nach Studium oder Ausbildung in den Landkreis Osnabrück zurückzukehren: „Wir brauchen hier Fachkräfte.“

Elternsprecher Hans-Peter Mielke erinnerte die frischgebackenen Reifezeugnis-Inhaber humorvoll an ihre Kleinkindzeit. „Pflegestufe 3“ mit Waschen, Füttern und Anziehen sei nötig gewesen, aber Eltern dürften dafür Glücksmomente wie erste Sprachversuche erleben. „Jetzt müsst ihr Antworten finden und euer Leben gestalten.“

Seine eigene Verabschiedung sei 1971 ganz ohne Feier erfolgt, denkt Manfred Ernst eher ungern zurück. „In dieser 662 Jahre alten Schule haben Sie, auf eine Stunde bezogen, nur 53 Sekunden verbracht. Sie können nun mit der ‚Eintrittskarte Zeugnis‘ in Ihr neues Leben eintreten.“

„Machen Sie den Praxis-Test. Messen Sie Ihre Erfahrungen und Ihr Wissen“, gab Paul Gärtner den Abiturienten mit auf den Weg. Zwei „Menschengruppen“ , Eltern und Lehrer, hätten an diesem Tag einen Extrabeifall verdient. Den gab es dann reichlich. Auch für Celine Müller, die aus der Hand des Bürgermeisters den Konsul-Penseler-Preis entgegennahm.

Klaus Möller vergab für Förder- und Ehemaligenverein und die Stiftung Artland-Gymnasium Buchpreise an Carina Krug, Arne Müller und Karl Potratz; ein Motto wie „Abikropolis“ bedeute auch, sich auf die Reise zu machen.

Das DIL-Stipendium 2016 verlieh Knut Franke an Carina Krug, die Preise der Deutschen Mathematiker-Vereinigung und der Gesellschaft Deutscher Chemiker mitnahm. Auszeichnungen für Spitzenleistungen im Fach Religion erhielten Gesche Nehmelmann, Maja Luyven und Karl Potratz.

Michael Haustermann führte mit Humor durch die Zeugnisvergabe, bevor Celina Müller, Preisträgerin Deutscher Mathe- und Physik-Gesellschaften sowie des Abiturpreises Evangelische Religion, im traditionellen Referat schulische Höhe- und Wendepunkte wie das Zentralabitur markierte: „Man muss immer an seinen Zielen arbeiten. Am Ende haben wir jede Hürde gemeistert“, zitierte sie Oscar Wilde.

Feierlich war die Atmosphäre und zugleich locker. Dafür sorgten auch Schulband, Tanzkurs und Musical-AG.