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CDU-Antrag abgelehnt Rat gegen „unsichtbare“ Glascontainer in Quakenbrück

Von Christian Geers | 16.07.2014, 19:46 Uhr

Die CDU-Fraktion im Quakenbrücker Stadtrat ist mit ihrem Antrag gescheitert, in der Pfaffenstraße einen sogenannten Unterflur-Altglassammelcontainer aufzustellen und dafür 25000 Euro im Stadtetat bereitzustellen.

Öffentliche Sammelcontainer für Papier und Glas neigen dazu, zu Schandflecken zu werden. Vor allem dann, wenn sie voll sind, türmen sich die Flaschen und Papierpakete neben den Containern. Das zumindest hat die CDU-Stadtratsfraktion auch am Sammelplatz in der Pfaffenstraße beobachtet.

Ihr Vorschlag: Ein sogenannter Unterflur-Altglassammelcontainer könnte an dieser Stelle dem Stadtbild förderlich sein. Das sind im Erdboden versenkte Entsorgungskästen, bei denen nur der Einwurfschacht aus dem Boden ragt.

25000 Euro sollten dafür im Stadthaushalt bereitgestellt werden, forderte Christian Calderone (CDU). Gerade bei Stadtführungen, die auch durch die Pfaffenstraße verliefen, biete sich oftmals kein gutes Bild. „Ein Unterflur-Altglassammelcontainer kostet zwar Geld, würde aber eine hässliche Stelle beseitigen“, argumentierte der CDU-Fraktionschef.

SPD-Fraktionschef Thomas Fisse wies auf die Stadtfinanzen und die Verpflichtung zum sparsamen Haushalten hin. „Wir sind nicht bereit, so viel Geld dafür auszugeben.“ Das Problem lasse sich nach seiner Einschätzung auch kostengünstiger lösen, wenn die Betreiber zur Sauberkeit angemahnt würden. „Letztlich handelt es sich hier um menschliches Fehlverhalten, wenn Flaschen neben den Containern abgestellt werden. Das lässt sich auch nicht mit Containern in der Erde verhindern“, sagte Fisse.

Andreas Henemann (Bündnis 90/Die Grünen) lehnte diese Container ebenfalls ab, schon des Aufwandes wegen, denn es seien Tiefbauarbeiten erforderlich. Überdies gingen größere Städte schon wieder dazu über, auf Unterflurcontainer zu verzichten.

Gegen den CDU-Antrag stimmte auch die FDP, während Andreas Maurer (Die Linke) darauf hinwies, dass der Antrag „zur falschen Zeit gestellt wurde“ und nicht mitten im laufenden Haushaltsjahr entschieden werde. Bei den Etatberatungen 2015, so seine Empfehlung, solle darüber nachgedacht werden, wie die Situation auf dem Sammelplatz vorteilhafter gestaltet werden könne.