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BKR-Adventskalender – Teil 9 Durch ein Fass in den Quakenbrücker Bacchuskeller

Von Katharina Preuth | 09.12.2015, 09:05 Uhr

Burgmannsfestbesucher und Weingenießer aus Quakenbrück kennen den Eingang zum Weinkeller des Weinhauses Gebrüder Köster. Ein altes Weinfass heißt den Besucher willkommen. „Das Fass stammt noch aus der Zeit, als wir selbst abgefüllt haben“, erzählt Inhaberin Marion Schone.

Seit 1857 gibt es den Keller, der heute als Niedersachsens größter Weinkeller gilt. Durch eine Luke gelangten Besitzer und Angestellte in das Weinlager. Fässer und Flaschen warteten in der 850 Quadratmeter großen Fläche auf die Weiterverarbeitung. 1989 übernahm Marion Schones Vater das Geschäft von den Vorbesitzern. Gleichzeitig hörten sie auf, Wein selbst abzufüllen. Stattdessen entschieden sie sich, den Keller als Veranstaltungsort zu nutzen. Zu diesem Zweck mussten die Fässer weichen, zumindest als Lagerort für Weine.

„Eigentlich wollten wir dieses Fass im Ganzen behalten“, erinnert sich Marion Schone. Doch habe es nicht durch die Tür gepasst und nach dem Zerteilen ließ es sich nicht wieder zusammensetzen. „Mein Vater war ein Sammler, in unserem Keller befinden sich einige alte Stücke“, sagt die Weinhändlerin. Aus dem alten Fass entstand kurzerhand der Eingang zum neuen Veranstaltungskeller. Zumindest aus dem einen Stück. Das andere steht einige Stufen weiter unten und ist heute ein Tisch. „Auf jeden Fall lagerte in diesem Fass ein Weißwein und vermutlich war es der Rheinhessen Winzergold, den wir jetzt wieder im Sortiment haben“, erklärt die Geschäftsfrau. Sie schließt auf die Sorte aufgrund der Größe des Fasses. Den Weißwein hätten sie nämlich in größeren Mengen abgefüllt.

Weinverköstigungen im Keller

Durch die Fasstür gehen vor allem Weinliebhaber oder solche, die es werden wollen. Im Weinkeller veranstalten die Inhaber an den Wochenenden Weinverköstigungen. Am Burgmannsfest-Wochenende gibt es hier die üblichen Sorten und dazu den saisonalen Federweißer. Doch auch für Touristen von außerhalb hat sich der Weinkeller zu einem beliebten Treff entwickelt, nicht zuletzt durch den Hinweis im Radio Antenne-Reiseführer „100 Dinge, die man in Niedersachsen getan haben sollte.“ Eine spezielle Erwähnung findet die Eingangstür hier allerdings nicht. Sollte sie aber.