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Bedarf für 150 Menschen Samtgemeinde Artland sucht Wohnraum für Flüchtlinge

22.12.2015, 13:01 Uhr

Die Samtgemeinde Artland stellt sich darauf ein, bis Ende März kommenden Jahres 150 weitere Flüchtlinge unterbringen zu müssen. Die Verwaltung bittet die Einwohner in der Stadt Quakenbrück und den Mitgliedsgemeinden Badbergen, Menslage und Nortrup, freie Wohnungen zu melden, damit die Menschen untergebracht werden könnten.

„Wir sind zwar ganz gut aufgestellt, die neuesten Zuweisungszahlen machen jetzt aber weitere Anstrengungen notwendig. In den Mitgliedsgemeinden wird es sicherlich noch stille Reserven auf dem Wohnungsmarkt geben“, wird Samtgemeindebürgermeister Claus Peter Poppe in einer Pressemitteilung zitiert. Er sei optimistisch, das Unterbringungsproblem lösen zu können.

Kommune sucht private Mietobjekte

Gesucht werden private Mietobjekte, in denen Menschen vorübergehend eine angemessene Bleibe finden können. Vorrangig stünden dabei Häuser und Wohnungen für Familien und Einzelpersonen im Fokus, aber auch größere, bestehende (gewerbliche) Objekte würden gesucht, soweit sie die brandschutzrechtlichen Auflagen zur Unterbringung einer größeren Zahl von Personen erfüllten. Wie Poppe jüngst im Samtgemeinderat berichtete, leben zurzeit 114 Flüchtlinge in der Samtgemeinde.

Ausdrücklich bedankt sich der Verwaltungschef für die große Unterstützung aus der Bevölkerung, mit der es der Samtgemeinde Artland in den vergangenen Monaten gelungen sei, die zugewiesenen Flüchtlinge dezentral in vielen Privatwohnungen, verteilt auf die Mitgliedsgemeinden Badbergen, Menslage, Nortrup und Quakenbrück, unterzubringen. Die Situation bei der Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen und Asylbewerbern in der Bundesrepublik Deutschland habe sich leider noch nicht entspannt.

 (Weiterlesen: Wie kann ich Flüchtlingen im Artland helfen?) 

Höhere Zuweisungen erwartet

Nach neuesten Prognosen würden allein in Niedersachsen bis März 2016 etwa 50000 Menschen erwartet, die sofort untergebracht werden müssten. Für das gesamte Jahr 2016 geht das Land Niedersachsen laut Claus Peter Poppe derzeit von 100000 Asylsuchenden aus. Für alle Kommunen in Niedersachsen, so auch für die Samtgemeinde Artland, bedeute dies eine deutlich höhere Zuweisung von Flüchtlingen bis zum Jahresende 2016.