Ein Artikel der Redaktion

Abgabe und Sanierung in Etappen Samtgemeinde soll Sporthalle Badbergen übernehmen

Von Christian Geers | 03.06.2016, 22:04 Uhr

Die Samtgemeinde Artland soll die Sporthalle Badbergen zum 31. Dezember 2016 übernehmen. Die Sanierung der Sportstätte erfolgt schrittweise in den kommenden Jahren. Die Gesamtkosten liegen bei 2,9 Millionen Euro.

Das Votum war nach kurzer Beratung einstimmig: Die Samtgemeinde Artland soll zum Jahresende die Badberger Sporthalle in ihr Eigentum übernehmen, empfahl der Ausschuss für Planen und Bauen dem Samtgemeinderat. Außerdem solle sich die Kommune in den folgenden Jahren um deren Sanierung kümmern.

Sanierung kostet 2,9 Millionen Euro

2,9 Millionen Euro muss die Samtgemeinde Artland in die Hand nehmen, um das Gebäude innen und außen auf den neuesten Stand zu bringen, erläuterte Erster Samtgemeinderat Frank Wuller in der Ausschusssitzung am Donnerstagabend. Diese Summe hatte die Quakenbrücker Architektin Elisabeth Weber nach einer Begehung ermittelt. Diesen „Riesenbrocken“ könne die Kommune nicht auf einmal aufbringen, sagte Wuller und stellte den von der Verwaltung aufgestellten „Sechs-Jahres-Plan“ vor.

Kein Zuschuss aus Bundesprogramm

Zunächst werden das Dach und die Südfassade saniert, im Folgenden das Dach des Treppenhauses, des Geräteraums und des Umkleidetrakts, bevor die Decke der Sporthalle modernisiert werde. Weiter gehe es mit der Innensanierung (Schwingboden, Prallschutz), es folgten eine Fassadensanierung und ganz zum Schluss die Sanierung des Eingangs- und Umkleidebereichs. Auf einen 45-prozentigen Zuschuss aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ kann die Samtgemeinde nicht hoffen. „Das Programm war hoffnungslos überzeichnet“, sagte Frank Wuller: Soll heißen: 750 Millionen Euro hatte der Bund bereitgestellt, das Volumen der eingegangenen Anträge habe bei vier Milliarden Euro gelegen.

Geschlossens Votum des Badberger Gemeinderates

Den Antrag auf Übernahme der 1982 gebauten Sporthalle durch die Samtgemeinde hatte der Badberger Rat im November 2015 einstimmig beschlossen. Die Kommune sah sich nicht in der Lage, die Kosten für die dringend erforderliche Instandsetzung aufzubringen. Bereits in der Vergangenheit hatte die Samtgemeinde sich an den Reparaturen beteiligt.

Für Vereine und Verbände ändert sich nichts

Für die Vereine und Verbände in Badbergen soll sich durch die Änderung der Eigentumsverhältnisse nichts ändern. Die Halle können sie wie bisher nutzen, sie wird ihnen „weiterhin aus kultur-, gesundheits- und sportpolitischen Gründen zur Verfügung stehen“, wie es in der Vorlage in allerbestem Amtsdeutsch heißt. Bei der nun beschlossenen Übernahme fließt übrigens kein Geld von Konto zu Konto, alle Aktiva und Passiva im Zusammenhang mit Grundstück und Gebäude werden übertragen.

Berger: Für uns ist das der einzige Weg

Sprecher aller Ratsfraktionen waren sich einig, dass die Übernahme auch ein Akt der Gleichbehandlung sei, da die Samtgemeinde in allen andere Mitgliedsgemeinden Eigentümer der Sporthallen sei und für deren Kosten aufkomme. Auch die vorgeschlagene Vorgehensweise, die Sportstätte in Etappen zu sanieren, traf auf Zustimmung.

„Für uns ist das der einzige „Weg“, begründete Badbergens Bürgermeister die Entscheidung, die Halle abzugeben. Wichtig sei der Gemeinde, dass sich an der Nutzung nichts ändere.