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Uriger Wettkampf Highland Games am Steller See: Kraft und Geschicklichkeit gefragt


Stuhr. Wenn einem auf dem Weg zum Steller See Männer in karierten Röcken über den Weg laufen und aus der Ferne Dudelsackklänge zu hören sind, dann ist wieder der Tag der Highland Games gekommen. Am Samstag haben sich Männer wie Frauen zum zweiten Mal auf dem Gelände des Märchencampings am Badesee in den traditionellen Disziplinen des urigen Wettkampfs aus dem schottischen Hochland gemessen.

Dabei haben die Bremer Schottland-Fans der Bre-Men Regulars um Organisator Heiko Matz wieder jede Menge schottisch-keltisches Flair auf den Platz gezaubert. Denn für das Rahmenprogramm waren Aussteller wie der Scotch-Club Bremen mit einer Whisky-Verköstigung und ein Drachendruide, der Kindern Märchen erzählte, eingeladen worden. Den sportlichen Wettkampf, der sich über den ganzen Tag hinzog, machten mehr als 20 Chiefs genannte ehrenamtliche Helfer möglich.

Kraft und Geschicklichkeit waren bei den sieben Disziplinen gefragt, die von den Zweier-Teams, den Clans, reihum zu bewältigen waren: Baumstamm werfen, Steinwurf ein- und zweihändig, Treckerreifen ziehen, Zielwerfen mit dem Speer, Hammerwurf und Bogenschießen. Im Kilt an den Start zu gehen, war dabei für die Männer eine gern gesehene Option, aber kein Muss.

Kürzere Baumstämme für die weiblichen Clans

Auch zwei reine Frauenteams haben mitgemacht und unter Beweis gestellt, dass das vermeintlich schwache Geschlecht ganz schön stark ist. „Wir haben bisher unsere Männer als Fanclub zu Highland Games begleitet. Wir wollten aber nicht immer nur anfeuern, sondern unseren Männern mal Paroli bieten“, begründete die Huchtingerin Melanie Stichweh die Entscheidung, sich zusammen mit Bianca Biroth als Clan für den Wettkampf anzumelden. Die Organisatoren ließen für die weiblichen Highland-Athleten nur eine Abweichung von den Anforderungen an die Männer zu: Sie durften kürzere - und dazu noch pink gestrichene – Baumstämme in die Hand nehmen, um sie nicht nur möglichst weit, sondern mit viel Geschick so parallel wie möglich zu einer gezogenen Linie zu wuchten.

Organisatoren glücklich über Verdopplung der Teilnehmerzahl

Am überfüllten Parkplatz war es bereits abzulesen, die zweite Ausgabe der Highland Games am Steller See hat sowohl den Organisatoren als auch dem Märchencamping großen Zulauf beschert. „Das ist das absolute Highlight“, meinte Platzbetreiber Uwe Reiter am Mittag. Heiko Matz war nach eigenem Bekunden „richtig glücklich“ über die Verdopplung der teilnehmenden Teams von 15 im vergangenen Jahr auf 30. Und bei allem sportlichen Ehrgeiz, den die Wettkämpfer an den Tag legten: Clan-Namen wie „Die Zuckerpuppen“ im Falle zweier besonders kräftiger Männer belegten, dass für alle an diesem Tag vor allem der Spaß im Vordergrund stand.


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