Neues Angebot ab 31. Oktober Auch Beratung im Brinkumer Café für Flüchtlinge

Ute Sydow hat in ihrem Büro viele Sachspenden für Flüchtlinge gelagert. Vieles davon könnte beim Umsonst-Flohmarkt am 7. November im Treffpunkt „Sie(h)da“ neue Besitzer finden. Archivfoto: Dirk HammUte Sydow hat in ihrem Büro viele Sachspenden für Flüchtlinge gelagert. Vieles davon könnte beim Umsonst-Flohmarkt am 7. November im Treffpunkt „Sie(h)da“ neue Besitzer finden. Archivfoto: Dirk Hamm

Stuhr. Ein ehrenamtliches Netzwerk bemüht sich in Stuhr um Hilfen für die Flüchtlinge. Eine zentrale Anlaufstelle soll die Arbeit erleichtern.

Die ehrenamtlichen Stuhrer Flüchtlingshelfer um Koordinatorin Ute Sydow möchten ihr Hilfsnetz noch enger knüpfen. Dazu soll eine neue zentrale Anlaufstelle für Flüchtlinge dienen, um die sich das Netzwerk bemüht hat. Zumindest bis Weihnachten stellt die Stuhrer Gleichstellungsbeauftragte Annegret Kurth die Räumlichkeiten des Frauentreffpunkts „Sie(h)da“ an der Jupiterstraße in Brinkum für diesen Zweck zur Verfügung.

Auch Ärzte und Psychologen beteiligen sich an der Flüchtlingshilfe

Zweimal im Monat, so schwebt Ute Sydow vor, sollen diese Räume von den Ehrenamtlichen und den Flüchtlingen selbst in ein gemütliches Begegnungscafé verwandelt werden: „Die einen backen Kuchen, andere bringen Kaffee mit, Geschirr ist vorhanden. Flüchtlinge, Paten und Bürger können dort zusammenkommen und sich austauschen.“ Zum ersten Mal öffnet das Café am Samstag, 31. Oktober, von 14 bis 17 Uhr.

Grundgedanke des Projekts ist es laut der Koordinatorin, neben dem zwanglosen Austausch Hilfe und Beratung zu ganz konkreten Problemen anzubieten. Dies sei möglich, weil sich zum einen beispielsweise auch Psychologen, Ärzte und eine Apothekerin an dem Netzwerk beteiligen. Zum anderen erleichtern es Helfer mit Migrationshintergrund wie Hussein Moubarak, die Sprachbarrieren zu überwinden.

Praktische Alltagshilfe mit dem Flüchtlingstreff verbunden

Außerdem sollen die Nachmittage jeweils mit einem oder mehreren Themen verknüpft werden. Das können auch vermeintlich banale Probleme sein, erläutert Ute Sydow: „Wir haben sehr viel Lego gespendet bekommen und festgestellt, dass viele Kinder nicht wissen, wie man damit spielt.“ Ein anderes angedachtes Thema sei die Zahnprophylaxe, dabei wolle man darauf hinarbeiten, dass die Kinder die Zähne nicht nur in der Schule putzen, sondern auch zu Hause.

Eine Woche nach dem Premieren-Café öffnen sich die Türen von „Sie(h)da“ am Samstag, 7. November, zu einem Umsonst-Flohmarkt, bei dem sich die Flüchtlinge mit dringend benötigten Sachen vom Duschgel bis zur Winterjacke versorgen können. Danach ist das Café dann wieder am 14. November und 5. Dezember geöffnet. Ute Sydow wünscht sich, dass dann Bürger vorbeischauen und den Kontakt zu den Migranten suchen.


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