Neue Unterkunft wird gebaut Stuhrer Rat will mehr Wohnraum für Flüchtlinge schaffen

Vier Häuser an der Allerstraße in Brinkum bieten zahlreichen Flüchtlingen eine neue Unterkunft. Zusammen mit ehrenamtlichen Helfern haben die Bewohner kürzlich ein Sommerfest gefeiert. Foto: Ute SydowVier Häuser an der Allerstraße in Brinkum bieten zahlreichen Flüchtlingen eine neue Unterkunft. Zusammen mit ehrenamtlichen Helfern haben die Bewohner kürzlich ein Sommerfest gefeiert. Foto: Ute Sydow

Stuhr. Die Zahl der Flüchtlinge, die Stuhr zugewiesen werden, ist drastisch gestiegen. Die Gemeinde baut, kauft und mietet Objekte, um Wohnraum zu beschaffen.

Die stark ansteigende Zahl an Flüchtlingen stellt auch die Handelnden in der Gemeinde Stuhr vor eine große Herausforderung. Am Mittwochabend hat der Rat der Gemeinde den Bau eines weiteren Gebäudes als Unterkunft für Asylsuchende beschlossen. Dazu sollen außerplanmäßig 360000 Euro bereitgestellt werden.

Nach Angaben von Hartmut Martens, als Fachbereichsleiter im Rathaus für Soziales zuständig, sind allein in einem Neun-Tage-Zeitraum im August 55 Flüchtlinge in einer Sonderzuweisung nach Stuhr gekommen. Im September hat die Gemeinde bisher 32 Menschen aufgenommen, weitere elf werden in der kommenden Woche erwartet. Insgesamt, so Martens, leben derzeit 242 Migranten in gemeindeeigenen Unterkünften in den Ortsteilen Brinkum, Varrel, Heiligenrode, Seckenhausen und Stuhr. Weitere Flüchtlinge sind inzwischen im freien Wohnungsmarkt untergekommen. Bürgermeister Niels Thomsen nannte in der Ausschusssitzung die Gesamtzahl von fast 280 Menschen, die Stuhr aufgenommen habe.

Gemeinde Stuhr baut, kauft und mietet Objekte

Auf die hohen Zuweisungszahlen aus den Erst-aufnahmeeinrichtungen habe die Gemeinde flexibel reagiert, erläuterte Hartmut Martens auf dk-Nachfrage: „Wir bauen selbst, teilweise haben wir Objekte gekauft und saniert, und wir müssen dazu noch weiteren Wohnraum anmieten.“

Viele der Flüchtlinge sind in vier Häusern an der Allerstraße in Brinkum untergekommen, die die Gemeinde in den vergangenen drei Jahren errichtet hat. Jedes der Gebäude verfügt über acht Wohnungen und bietet Platz für 16 Bewohner. Gemäß dem Ratsbeschluss vom Mittwoch soll daneben ein weiteres, baugleiches Gebäude entstehen. Die Verwaltung wurde außerdem beauftragt, mögliche weitere Bauprojekte, die in eigener Regie verwirklicht werden sollen, zu prüfen.


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