Fünf Jahre Buslinie 113 Grönemeyer-Linie erfreut sich wachsender Akzeptanz

Von Dirk Hamm

Vom Meister höchstpersönlich handsigniert: Der Grönemeyer-Bus verkehrt seit 2010 „tief im Westen“ der Gemeinde Stuhr. Foto: Gemeinde StuhrVom Meister höchstpersönlich handsigniert: Der Grönemeyer-Bus verkehrt seit 2010 „tief im Westen“ der Gemeinde Stuhr. Foto: Gemeinde Stuhr

Stuhr. Nach Startschwierigkeiten hat sich die Grönemeyer-Buslinie 113 freigeschwommen. Mit der Ausweitung auf den Samstag ist die Akzeptanz weiter gestiegen.

Ein großes Fragezeichen hat im August 2010 über dem neuesten öffentlichen Nahverkehrsprojekt in Stuhr gestanden, der Buslinie 113. Diese verbindet zwischen Heiligenrode und dem Roland-Center in Huchting die ländlicher geprägten westlichen Ortsteile der Gemeinde. Nach anfangs mauer Akzeptanz durch die Bürger ziehen die Betreiber jetzt, nach fünf Jahren, eine positive Bilanz des nach der Songzeile „Tief im Westen“ Grönemeyer-Linie getauften Verkehrsangebots. „Wir können zufrieden darauf schauen. Die Fahrgastzahlen steigen“, sagt Verkehrs-Fachbereichsleiter Hartmut Martens.

Nach seinen Angaben hat eine erste Fahrgastzählung im November 2010 lediglich 63 Nutzer in einer Woche ergeben. Bei der letzten Zählung im März dieses Jahres wurden hingegen 2114 Fahrgäste im Monat verbucht. Die langsame, aber stetige Steigerung der Akzeptanz eines neuen Nahverkehrsangebots sei völlig normal, sagt Jochen Schricke, Fahrdienstleiter bei Wolters Buslinien, die die Grönemeyer-Strecke im Auftrag der Gemeinde bedienen: „Wenn eine neue Linie eingerichtet wird, merken das die Leute nicht direkt, das dauert seine Zeit.“

Kein Raum für weiteren Ausbau der Linie

Die Grönemeyer-Linie werde „inzwischen sehr gut angenommen“. Dies sei laut Schricke vor allem morgens zu beobachten, wenn der Bus – ein Niederflurbus Mercedes Sprinter mit elf Sitz- und zwölf Stehplätzen – sich mit Pendlern fülle, die über die Haltestelle am Roland-Center nach Bremen fahren wollen. Einen stärkeren Anstieg der Nutzerzahlen als gedacht habe die Ausweitung des Fahrplans auf den Samstag seit Ende 2014 bewirkt.

Ein weiterer Ausbau der Linie, die mit 16 Haltestellen gestartet war und drei weitere dazu erhielt, sei allerdings nicht möglich, erläutert Hartmut Martens: „Wir können die Linie nicht verschwenken, und wir haben keinen zeitlichen Puffer zur Verfügung.“