Bosstime und Ray Wilson begeistern Grandiose Konzerte beim Sommerfestival in Varrel

Von Dirk Hamm

Ray Wilson und Band rissen die Festivalbesucher in der Gutsscheune Varrel mit zahlreichen Rockklassikern mit. Foto: Andreas NistlerRay Wilson und Band rissen die Festivalbesucher in der Gutsscheune Varrel mit zahlreichen Rockklassikern mit. Foto: Andreas Nistler

Varrel. Fantastische Stimmung und herausragende Auftritte haben den zweiten Abend des Sommerfestivals in Varrel geprägt. Insgesamt knapp 1500 Zuschauer haben die vier Konzerte verfolgt.

Zwei großartige Rockkonzerte haben die Stimmung am zweiten Abend des Sommerfestivals „A Heart for Stuhr“ auf Gut Varrel zum Kochen gebracht. Zunächst begeisterte die Kölner Band Bosstime mit den Hits des „Boss“ Bruce Springsteen die Menge, die nicht nur bei „Born in the USA“ lauthals mitsang. Anschließend bot der Schotte Ray Wilson mit seiner Band ein Konzert der Extraklasse. Gestern Vormittag beeinträchtigte der Regen den traditionellen Festivalabschluss mit dem Halbmarathon-Staffellauf.

Festival laut Organisator „eine runde Sache“

Während sich am Freitagabend noch große Lücken in der Gutsscheune auftaten, herrschte am Samstag großer Andrang auf dem Gelände. Nach Angaben von Mit-Organisator Axel Freuer passierten am Freitag 450 zahlende Zuschauer den Eingang, am Tag darauf füllten dann etwa 1000 Besucher die Scheune und den Vorplatz. „Eine runde Sache“, zog Freuer gestern kurz und knapp Bilanz.

Mit Ray Wilson hatte der kürzlich verstorbene Festival-Veranstalter Helmut Frank den bisher wohl hochkarätigsten Rockmusiker für einen Auftritt auf dem Gut Varrel verpflichtet. Für Furore sorgte der Sänger und Gitarrist in den 90er Jahren, als er mit seiner Band Stiltskin einen Nr.-1-Hit in Großbritannien landete und anschließend Phil Collins als Sänger von Genesis ablöste.

Bewegendes Gedenken an Helmut Frank

In der Gutsscheune griff Wilson tief in die mit eigenem Material ebenso wie mit den Songs von Genesis, Phil Collins und Peter Gabriel prallvoll gefüllte Kiste und zog die Klassiker „Mama“ und „Invisible Touch“ ebenso heraus wie seltene Perlen. Das Publikum ging ab bei „Solsbury Hill“, erlebte Gänsehaut pur bei „In The Air Tonight“, badete in 70er-Jahre-Nostalgie bei „Follow You, Follow Me“. Und mit dem Meisterstück „The Carpet Crawlers“ bediente Wilson auch die Liebhaber des Prog Rock.

Bewegend geriet der Abschluss beider Abende, als alle Künstler noch einmal auf die Bühne kamen und Helmut Franks Lieblingslied „Sailing“ von Rod Stewart anstimmten. Es bleibt für jeden Rockfan zu wünschen, dass es auch ohne den Motor des Vereins „A Heart for Stuhr“ gelingen wird, Bands vom Kaliber Ray Wilsons nach Stuhr zu locken.