Mit Schlinge und Fußtritten gequält Unbekannte misshandeln Pferde in Stuhr

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Unfassbar nicht nur für Pferdeliebhaber: Unbekannte haben in der Nacht zu Montag zwei Pferde auf einer Koppel in Brinkum misshandelt.Symbolfoto: dpaUnfassbar nicht nur für Pferdeliebhaber: Unbekannte haben in der Nacht zu Montag zwei Pferde auf einer Koppel in Brinkum misshandelt.Symbolfoto: dpa

Stuhr. Schwerer Schock für Ponyzüchter Kai Menke: Auf seiner Pferdeweide in Brinkum sind ein Pony mit einer Schlinge um den Hals und eine trächtige Stute mit Fußtritten malträtiert worden.

Als Kai Menke am Montagmorgen seine Pferdekoppel in Brinkum betrat, erwartete ihn ein gehöriger Schock: Der Kopf eines anderthalbjährigen weiblichen Ponys steckte in einer Schlinge, das 2,50 Meter lange Elektroseil war mehrfach so um den Hals gewickelt, dass der Hals des Tieres stark angeschwollen war. „Die Schlinge war so stramm gezogen, dass man mit dem Finger nicht unter das Seil kam“, berichtet der geschockte Ponyzüchter.

Fußspuren an trächtiger Stute

Bei einem anderen Tier, einer achtjährigen trächtigen Stute, hat Menke außerdem Fußspuren am Körper entdeckt, er geht davon aus, dass das Pferd mit Fußtritten malträtiert wurde: „Wir müssen jetzt zwei Tage abwarten, bis wir wissen, ob das Fohlen tot herauskommt oder überlebt hat.“ Die Verletzungen am Hals des Ponys sind nach Einschätzung des herbeigerufenen Tierarztes nicht lebensbedrohlich.

Polizei vermutet misslungenen Diebstahlversuch

Über die Motive der unbekannten Täter herrscht Unklarheit. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, erklärte Thomas Gissing von der Poizeiinspektion Diepholz auf Anfrage. Nach Auswertung der Bilder vom Tatort und der Aussagen des Tierarztes sei die erste Vermutung, dass es sich um einen misslungenen Versuch des Pferdediebstahls handelt.

Züchter geht von Tierquälerei aus

Das sieht Kai Menke völlig anders: „Wenn jemand ein Pferd stehlen will, dann schneidet er den Elektrozaun durch und legt dem Tier ein Halfter an, dann kann er es problemlos von der Weide ziehen.“ Der Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins Seckenhausen und Umgebung geht von einem Akt der Tierquälerei aus.

Weide sehr abgelegen

Dass eine solche Tat durch vermehrte Aufmerksamkeit verhindert werden könne, glaubt Menke nicht: „Die Weide ist so abgelegen, wenn sich da einer im Dunkeln bewegt, bekommt das niemand mit.“


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